GNOME 3.26

Screenshot: FThommes

Die Beta-Version zu Fedora 27 wurde bei einer Sitzung des Fedora-Steuerungskomitees FESCo wegen einiger zum Teil kritischer Fehler erneut um eine Woche verschoben. Das ist die zweite Verschiebung, denn bereits letzte Woche war die Veröffentlichung blockiert worden. Damit wird sich auch die stabile Veröffentlichung um eine weitere Woche nach hinten verschieben. Am 28. September trifft sich FESCo wieder zu einer GO/NOGO-Sitzung um zu bestimmen, ob das Projekt bereit für eine Beta-Version ist. 

Noch einige Release-Blocker vorhanden

Derzeit sind noch acht Fehler gelistet, die eine Veröffentlichung verhindern. Zumindest einer davon ist schnell behoben: Es wurde vergessen, das neue Wallpaper für Fedora 27 einzubinden und anstatt dessen das alte von Fedora 26 benutzt. Darüber hinaus hat der Installer Anaconda im Textmodus beim Netinstall einen Fehler, der ihn abstürzen lässt. Ebenfalls ein Absturz ereilt Kernel 4.13 mit dem Raspberry Pi. Weitere Fehler betreffen das Sicherheits-Framwork SELinux sowie Systemd und den neuen Installer Blivet.

Verschiebungen Teil des Konzepts

Verschiebungen sind bei Fedora nichts Neues, sondern an der Tagesordnung. Wichtig ist nur, dass die Balance von zwei Veröffentlichungen pro Jahr in Korrelation zu den Release-Daten von GNOME halbwegs im Gleichgewicht bleiben. Im Gegensatz zu Debian, das ohne vorherige Festlegung auf ein Release-Datum auskommt, arbeitet Fedora zwar entlang einer Release-Schedule, ist aber nicht daran gebunden und somit wird auch Fedora erst veröffentlicht, wenn es soweit ist. Ubuntu dagegen arbeitet mit strikten Release-Plänen und setzt diese auch, nicht immer zum Nutzen der Anwender, wie geplant um.

Veröffentlichung im November

Wegen der häufigen Verschiebungen in der Vergangenheit hatte Fedora bereits ein sogenanntes Rain Date, also ein Ersatzdatum eine Woche später mit in seine Release-Schedule aufgenommen. Doch für Fedora 27 ist auch dieses nun verfallen. Für die Beta-Version steht nun der 3.10 im Release-Plan, was den Termin für die stabile Veröffentlichung von Fedora 27 auf den 7. November verschiebt. Einen Punkt, an dem Verschiebungen in der Vergangenheit häufig vorkamen hat Fedora inzwischen eliminiert. Fedora 27 wird das erste Release sein, was ohne Alpha-Version auskommt, sondern sich in dieser frühen Phase eher an einer kontinuierlichen Entwicklung mit täglichen Builds entlanghangelt.

Fedora 27 kommt mit Kernel 4.13 und GNOME 3.26 als Desktop. Im Rahmen einer längerfristigen Umgestaltung, um neben RPMs mehr Flatpaks für grafische Anwendungen anzubieten, wird die Integration des neuen Paketformats mit Fedora 27 weiter vorangebracht. Zudem wird der Flatpak-Builder zu einer eigenen Anwendung. Nach einigen Jahren Entwicklung wird zudem das neue Multimedia-Framework Pipewire mit Fedora 27 seinen ersten Auftritt haben. Wer neugierig auf weitere Neurungen ist, findet diese im Changeset.

 

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