Video-Editor OpenShot 2.4

Screenshot: F. Thommes

Open-Shot ist ein nichtlinearer Video-Editor aus dem Open-Source-Bereich, der sich auch an Anfänger und mit der Materie weniger vertraute Anwender richtet. Die jetzt veröffentlichte Version OpenShot 2.4 soll eine verbesserte Stabilität und somit weniger Abstürze aufweisen, die in der Vergangenheit recht häufig auftraten. Neben zahlreichen Fehlerbereinigungen und der Stabilisierung können sich Anwender aber auch über verbesserte Funktionalität freuen.

Video-Editor für Anfänger

Seit Version 2.0 des 2008 von Entwickler Jonathan Thomas gestarteten Projekts ist OpenShot in C++ geschrieben, verfügt über eine Python-API und bietet eine Qt-basierte Oberfläche. Unter der Haube kommen zur Manipulation von Videos Funktionen der FFmpeg-Bibliothek zum Einsatz, die jetzt voll unterstützt wird. Die Oberfläche ist, gemessen an der Komplexität der zu erledigenden Aufgabe recht übersichtlich geraten. Das Editieren von Videomaterial kann in weiten Teilen per Drag&Drop in mehreren parallelen Spuren unter Einbeziehen von Effekten und Animationen erledigt werden. 

Absturzursache beseitigt

Für OpenShot 2.4 lag der Schwerpunkt neben der bereits genannten Stabilisierung auf der weiteren Verbesserung der Benutzerführung. Bei der Stabilisierung ging es darum, eine Absturzursache in Version 2.x zu isolieren, die während des Editieren oder des Verarbeitens die Bibliothek libopenshot zum Absturz bringen konnte. Nach monatelangen Testläufen fanden die Entwickler heraus, dass unter bestimmten Bedingungen bei vielen Threads Speicherbereiche geleert wurden, die noch in Benutzung waren und so den Absturz herbeiführten. Diese Ursache ist nun abgestellt.

Besseres Undo/Redo

Bei der Arbeit an der besseren Benutzerführung wurde die Funktion Undo/Redo weiter ausgebaut. Die letzten Undo/Redo-Aktionen speichert die Anwendung automatisch in der jeweiligen Projektdatei. Die gewünschte Anzahl kann der Anwender selbst festlegen. Der Export von Einzelbildern unterstützt weitere Formate wie unter anderem PNG, JPG, PPM und BMP. Hinzu kamen die Export-Optionen Audio Only und Video Only. Die Funktionen Freeze und Freeze & Zoom erlauben die Auswahl neuer Voreinstellungen. Alle Änderungen können im Blog von OpenShot nachgelesen werden.

OpenShot 2.4 steht für Linux, macOS und Windows sowie als Quellcode auf der Projektseite zum Download bereit. Für Linux steht zum jetzigen Zeitpunkt nur ein AppImage der Anwendung bereit. Diese 140 MByte große, distributions-unabhängige Paket kann nach dem Download und dem Setzen der Rechte als ausführbares Programm mittels des Befehls chmod +x OpenShot-v2.4.0-x86_64.AppImage durch Doppelklick oder in der Konsole per  ./OpenShot-v2.4.0-x86_64.AppImage gestartet werden.

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