SUSE Studio Express

Bild: SUSE

 

Wie SUSE, das in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen feiert, jetzt bekannt gab, wird das Unternehmen seine beiden Build-Tools SUSE Studio und Open Build Service (OBS) zu SUSE Studio Express zusammenlegen. War SUSE Studio für das Erstellen von Images zur Installation auf echter Hardware, in Virtuellen Maschinen und Containern sowie in der Cloud ausgelegt, diente OBS zunächst eher dem Bau von Paketen. Mittlerweile beherrscht auch OBS das Erstellen von Images. Das war vermutlich auch der Grund warum SUSE Studio schon seit längerem ziemlich angestaubt schien und nicht mehr gewartet wurde. Kunden, die SUSE Studio intern einsetzen werden hingegen weiter unterstützt und können später auf die neue Lösung umsteigen.

Neue Webseite für SUSE Studio Express

Künftig wird das erweiterte OBS unter dem neuen Namen sowohl für den Bau von Paketen als auch von Images zuständig sein. Das bisher in beiden Projekten verwendete Build-Tool Kiwi wird auch weiterhin das Mittel der Wahl bleiben, wie SUSEs Andreas Jäger in der Ankündigung schreibt. Den ersten Schritt zu SUSE Studio Express stellt die neue Webseite dar, die optisch den Zusammenschluss vermittelt. Bestehende Kiwi-Konfigurationen aus SUSE Studio können dort exportiert und in SUSE Studio Express eingefügt werden. Dabei können wegen der damit einhergehenden Aktualisierung von Kiwi Änderungen an der Konfiguration notwendig werden.

SUSE Studio Express

Templates zur Image-Erstellung

Mehr Architekturen unterstützt

Während SUSE Studio nur die x86-64-Architektur bediente, wird Studio Express später alle von SUSE unterstützten Architekturen bauen können. Dazu gehören neben x86-64 auch ARM, Power und Z Systems. Zudem ist der komplette Quellcode einsehbar, was bei SUSE Studio nicht durchgängig der Fall war. Die Entwickler bloggen über die weitere Entwicklung und sind offen für Beteiligung an der Entwicklung der neuen GUI oder von neuen Image-Templates.

Derzeit können Images für openSUSE Leap 42.3 und SUSE Linux Enterprise 12 Service Pack 3 in SUSE Studio Express gebaut werden. Einige Funktionen von SUSE Studio sind auf der neuen Plattform noch nicht verfügbar, sollen aber künftig bereitgestellt werden. Dazu gehört die Möglichkeit, Images in Public Clouds hochzuladen. Mal schaun, was SUSE im 25. Jahr seines Bestehens noch bieten wird.

 

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