Purism und Nextcloud

Picture: Purism

Purism, Entwickler freier Hard- und Software, geht eine weitere Partnerschaft ein, diesmal mit Nextcloud. Es geht dabei um die Integration von Nextcloud in das Smartphone-Projekt Librem 5 sowie direkt in PureOS für die freien Notebooks Librem 13 und Librem 15. Dabei spielt die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung eine wichtige Rolle, die Nextcloud seit Version 12.0.3  als technische Vorschau bietet. Die Vollverschlüsselung soll in der nächsten Version Nextcloud 13 in stabiler Version verfügbar sein. Zudem wollen Purism und Nextcloud über ein völlig freies NAS-System sprechen, auf dem unter anderem auch Netxcloud mit seinen Apps laufen soll.

Nur noch 4 Tage

Derweil geht die Finanzierungskampagne für das Librem 5 langsam dem Ende entgegen. Seit Erreichen des Ziels von 1,5 Millionen US-Dollar ist der Verlauf der Kampagne etwas abgeflacht. Nichtsdestotrotz sind bei noch vier Tagen Laufzeit bisher über 1.8 Millionen Dollar zugesagt worden. Interessenten an diesem freien Linux-Smartphone haben also noch vier Tage Zeit, sich ein Exemplar zum Preis von 599 US-Dollar zu sichern.

Entwicklung hat begonnen

Die Entwicklungsarbeit für das Librem 5 nahm mit dem Erreichen des Kampagnenziels nun richtig Fahrt auf. Mit der Verfügbarkeit der Grundsumme war es möglich, weitere und fortgeschrittenere Prototypen zu bestellen um diese schnell in die Hände von Entwicklern zu bekommen. In wenigen Wochen soll auch Klarheit über Betriebssystem und Oberfläche herrschen, die auf dem Librem 5 zum Einsatz kommen.

KDE oder GNOME oder beide?

Dabei sind sowohl KDE als auch GNOME mit von der Partie. Die Grundlage soll auf jeden Fall das bereits bei den Purism-Notebooks eingesetzte und auf Debian basierende PureOS bilden. Ob die  GNOME-Entwickler darau von Grund auf eine mobile Oberfläche  bauen oder ob das schon weiter fortgeschrittene KDE-Projekt Plasma Mobile zum Zug kommt, wird demnächst entschieden.

Der dritte Partner ist das Projekt Matrix, das für dezentralisierte Kommunikation, Sicherheit und Schutz der Privatsphäre auf dem Librem 5 zuständig ist. Nun ist also mit Nextcloud ein weiteres Projekt hinzugekommen, dass sich für die Privatheit unserer Daten einsetzt.

 

 

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Alle Kommentare
  • tuxnix

    19.10.2017, 13:07 Uhr

    Im Unterschied zu Ubuntu-Touch gelingt es Purism unterschiedlichen Projekte zu integrieren.
    KDE oder GNOME oder beide?
    Wieso sollte hier nicht auch das gelingen, was auf dem Desktop schon lang bewährte Praxis ist.
    Gtk Abwendungen laufen auf dem Plasmadesktop und QT Anwendungen auf dem GNOME-Desktop.
    Die KDE und GNOME Community arbeiten vorzüglich miteinander.
    Langfristig werden beide Communities ihre Benutzeroberfläche für Smartphones entwickeln wollen ohne sich hierbei gegenseitig im Wege zu sein.
    Die Aussicht auf die passende Hardware kann jetzt beide Entwicklungsgemeinschaften neu beflügeln.
    Egal wer hier die Nase etwas weiter vorne hat, schön ist es, dass neuer Schwung in die Sache kommt.
    Dies ist die eigentlich spannende Sache an dem Librem 5.

    • Ferdinand Thommes

      19.10.2017, 16:10 Uhr

      Ich bin da ganz klar partteiisch: KDE Mobile soll es werden:) Aber davon abgesehen hast du völlig recht. Wenn Purism das richtig aufzieht, kann da eine bequeme Nische entstehen mit Dingen die sich viele Linuxer schon lange wünschen. Und bisher sieht alles danach aus als könnte das gelingen.

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    19.10.2017, 20:47 Uhr

    […] Nextcloud Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ist so konzipiert, dass der Server niemals Zugriff auf unverschlüsselte Dateien oder Schlüssel […]