Liquidshell

Bild: Martin Koller

Die Plasmashell ist bekannt dafür, gerne einmal die CPU auszulasten, manchmal auch über längere Zeit. Mit Liquidshell stellt sich jetzt eine leichtgewichtige Oberfläche für KDE Plasma vor, die als Alternative zu Plasmashell dienen kann und Plasma auf schwächeren Rechnern zu neuem Leben verhelfen könnte. Die neue Shell steckt noch in der anfänglichen Entwicklung, ist aber bereits zum Testen bereit. Der Entwickler hat das Projekt mit QtWidgets anstatt mit QtQuick realisiert um zu gewährleisten, dass keine Hardware-Beschleunigung benötigt wird.

Ressourcen sparen

Ziel der Entwicklung des auf GitHub gehosteten Projekts von  Martin Koller ist, CPU- und RAM-Ressourcen zu schonen. Liquidshell bietet nur ein Menü anstatt derer drei wie die Plasmashell und verzichtet unter anderem auf Unterstützung für Activities. Das Panel ähnelt dem von Plasmashell. Widget-Stil, Icons und Farben werden aus den Systemeinstellungen übernommen. Mittels einer angepassten CSS-Datei können aber auch andere Designs auf der Kommandozeile mit der Option -stylesheet dateiname.css übergeben werden.

Start und Umstellung

Derzeit findet sich Liquidshell in den Repositories von KaOS und bei Arch Linux im Anwender-Repositorium AUR. Das Paket ist gerade einmal 170 KByte groß. Nach der Installation wird Plasmashell gestoppt und Liquidshell gestartet mit dem Befehl kquitapp5 plasmashell && liquidshell. Zurück geht es umgekehrt mit kquitapp5 liquidshell && plasmashell. Auf GitHub findet sich auch eine Anleitung, ganz auf Liquidshell umzustellen.

Für produktives Arbeiten eignet sich Liquidshell nur bedingt. Die Oberfläche funktioniert, abgesehen von einem falsch platzierten Icon, so wie sie soll. Beim Zurückschalten auf Plasmashell gab es aber wiederholt Probleme, die sich nur durch Abmelden beheben liessen. Nichtsdestotrotz ist Liquidshell ein Projekt, dass sich bei ausreichender Traktion zu einer guten Alternative entwickeln könnte. Derzeit durchläuft die Anwendung das KDE-Review.

 

 

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