Fedora 27

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Fedora 27 wurde gestern in den Varianten Workstation und Atomic freigegeben. Die Server-Edition wurde für die 27. Ausgabe der Distribution abgekoppelt und ist jetzt in einer Beta-Version verfügbar. Die stabile Version von Fedora 27 Modular Server  erscheint voraussichtlich am 9. Januar 2018. Der Grund hierfür ist die noch nicht abgeschlossene Modularisierung dieser Variante im Rahmen des Project Boltron. Fedora 27 Workstation, das insgesamt fünf mal um eine Woche verschoben wurde, basieret auf Kernel 4.13, Systemd 234-9 sowie GCC 7,2 und Mesa 17.2.

Bewährter Desktop GNOME

Als Desktop dient GNOME 3.26.2. Die neue GNOME-Version erhielt aktualisierte Einstellungsdialoge für Bildschirme und Netzwerk, wie auch der Einstellungsdialog als Ganzes überarbeitet wurde. Er ist nun übersichtlicher strukturiert und listet alle Kategorien links in einer Seitenleiste.  Die Suche in der GNOME-Shell zeigt nun mehr Ergebnisse sowie Systemaktionen in einem überarbeiteten Design. Zudem wurde die Wayland-Integration weiter verbessert. Neben den GNOME-Apps und LibreOffice 5.4.2.2 werden Pakete wie Perl 5.26, Golang 1.9, Glibc 2.26, Boost 1.64.0, RPM 4.14, Node.js 8.x, Ruby on Rails 5.1 und PHP 7.2 als aktualisierte Versionen ausgeliefert.

Künftige Ablösung für PulseAudio

Neu in Fedora 27 ist das Multimedia-Framework Pipewire, das einmal PulseAudio ablösen und dessen Funktionsumfang auf Video erweitern soll. Entwickelt wurde es von GStreamer-Erfinder Wim Teymans.  In Fedora 27 wird zunächst nur Video unterstützt. die Audio-Funktionalität wird sukzessive hinzugefügt, um Probleme, wie sie bei der Einführung von PulseAudio  auftraten zu vermeiden.

TRIM auch für verschlüsselte SSDs

Der Fedora Media Writer wurde erneut erweitert und beherrscht nun die Erstellung bootfähiger SD-Karten mit Fedora für ARM-Geräte wie den Raspberry Pi. Außerdem benachrichtigt das Tool den Anwender künftig wenn eine neue Fedora-Version verfügbar ist. Fedora 27 bringt außerdem Unterstützung für 32-Bit UEFI und TRIM-Funktionalität für verschlüsselte SSDs. Die Unterstützung für Fedoras alternatives Paketformat Flatpak wurde weiter verbessert und besser in die Anwendung GNOME Software integriert.  Zudem sollen die Mechanismen zum Erstellen von Flatpaks besser eingebunden sein, um es den Paket-Betreuern zu erleichtern, neben RPMs auch Flatpaks ihrer Pakete anzubieten.

Fedora Workstation 27 und Atomic Host 27 stehen auf GetFedora zum Download bereit. Fedora Spins mit den Desktops KDE Plasma, Xfce, LXQt, MATE, Cinnamon, LXDE oder SOAS sind ebenso verfügbar wie ARM-Versionen für  Raspberry Pi 2 und 3 und andere ARM-Geräte. Darüber hinaus gibt es als Fedora Labs spezialisierte Versionen unter anderem für Robotik, Sicherheit und Programmierung.

 

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Alle Kommentare
  • OSBN

    OSBN

    15.11.2017, 10:54 Uhr

    Fedora 27 mit GNOME 3.26.2 freigegeben: Fedora 27 wurde gestern in den Varianten Workstation und Atomic freigegeben… https://t.co/oPLCDv8nQy

  • Olaf Uecker

    Olaf Uecker

    15.11.2017, 12:55 Uhr

    Läuft… 🙂