Ubos ist eine kleine Linux-Distribution, die es auch technisch weniger bedarften Zeitgenossen erlaubt, Daten im Netz unter eigener Kontrolle vorzuhalten. Dazu ermöglicht Ubos den Betrieb von verschiedenen Web-Diensten auf eigener Hardware, wobei ein PC, ein Raspberry Pi oder ähnliches, ein Container oder auf Wunsch die Amazon-Cloud die Daten aufnehmen können. Ubos basiert auf Arch-Linux, das es nach Aussagen des Entwicklers einfach macht, ein für seine Zwecke maßgeschneidertes System zu entwerfen.

Ein Befehl reicht aus

Ubos vereinfacht das Aufsetzen diverser Web-Dienste, indem es den Installationsprozess und die Grundkonfiguration hinter einfachen Befehlen versteckt. So leitet der Befehl # ubos-admin createsite das Aufsetzen eines Dienstes ein. Die Zahl der installierten Dienste wird lediglich von der Hardware beschränkt. Derzeit lassen sich auf diese Weise unter anderem Nextcloud, WordPress, MediaWiki, Mattermost, Selfoss, Known und Webtrees aufsetzen.

Behutsame Entwicklung

Die kürzlich veröffentlichte Version Ubos 12 zeigt das Projekt noch in der Beta-Phase. Die neue Version trennt OS-Updates von App-Updates, sodass es nun einfacher ist, einzelne Komponenten zu aktualisieren. Ansonsten konzentriert sich Ubos 12 hauptsächlich auf die Verbesserung des Build-Prozesses und ermöglicht Entwicklern ein einfacheres Paketieren ihrer Applikationen für Ubos.

Auch als Router einsetzbar

Das Image für den Minirechner Marvell EspressoBin ist nun als Router mit Firewall vorkonfiguriert. Zudem kann der kleine Rechner, einmal eingerichtet, ohne SD-Karte von der Festplatte starten. Datenbanken können mit Ubos 12 jetzt individuell benannt werden. Darüber hinaus enthält Ubos jetzt die nötigen Pakete zum Ansprechen der optionalen Kamera des Raspberry Pi.

Ich hatte bereits 2015 und 2017 ausführliche Grundlagenartikel zu Ubos im Print-Magazin Raspberry Pi Geek veröffentlicht, die das Thema bei Bedarf vertiefen. Images für Ubos liegen derzeit für Raspberry Pi, Marvell EspressoBin uns x86-PCs auf der Downloadseite vor. An gleicher Stelle finden sich Anleitungen um Ubos auf den Amazon Web Services (AWS) oder in einem Container laufen zu lasssen.

 

 

 

 

 

 

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