WebRender

Screenshot: ft

 

Mit Firefox Quantum hat Mozilla einen großen Schritt getan um dem Verschwinden in der Bedeutungslosigkeit zu entgehen. Noch wissen wir nicht, ob und wenn ja, wie sich das auf die Verteilung der Marktanteile auswirken wird. Was wir aber wissen ist: Quantum ist nicht das Ende der Fahnenstange, die Optimierung geht weiter.

WebRender in der Gecko-Engine

Der nächste Schritt, der derzeit noch in der Anpassungsphase ist, heißt WebRender. Dabei handelt es sich um einen GPU-basierten Renderer, der derzeit auf der experimentellen Servo-Engine entwickelt wurde und nun auf die derzeit von Firefox verwendete Gecko-Engine übertragen und angepasst wird. Anwender von Firefox Nightly können WebRender bereits testen.

Verhalten einer 3D-Game-Engine

WebRender verhält sich beim Rendern wie eine moderne 3D-Game-Engine. Dabei werden die Aufgaben zwischen CPU und GPU aufgeteilt und, was die CPU betrifft, parallel abgearbeitet. Weitere technische Einzelheiten dazu vermittelt das WebRender-Wiki auf GitHub. Laut Mozilla Hacks geht es bei WebRender nicht so sehr um eine direkte Steigerung der Geschwindigkeit beim Rendern, sondern eher um eine Glättung des Vorgangs. Mit WebRender sollen Apps mit 60 Frames pro Sekunde laufen, egal wie groß das Display ist oder wieviel der Seite sich pro Frame ändert. Was eine Render-Engine generell macht, um aus HTML und CSS Pixel auf unseren Bildschirmen zu zeichnen, erläutert ein weiterer Grundlagenartikel auf Mozilla Hacks.

Test mit Firefox Nightly

Wer sich selbst ein Bild vom derzeitigen Stand von WebRender machen möchte, benötigt Firefox Nightly, derzeit bei Version 59. Da WebRender noch nicht freigeschaltet ist, müssen per about:config vier Parameter aktiviert werden. Es handelt sich um gfx.webrender.enabled, gfx.webrender.blob-images, image.mem.shared, und layers.acceleration.force-enabled. 

Beim derzeitigen Stand funktioniert WebRender laut diesem Blog gut mit Intels aktuellen Mesa-Treibern, während Nvidias proprietärer Treiber unter Linux noch weiterer Anpassung bedarf. Der Nvidia-Treiber unter Windows soll dagegen weniger Probleme machen. Wann WebRender in die stabilen Veröffentlichungen von Firefox übernommen wird, hängt davon ab, wie schnell die Optimierungsphase abgeschlossen werden kann.

 

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