WordPress 4.9

Bild: wordpress.org

 

Millionen von Webseiten, unter anderem auch diese hier, verwenden die Blogging- und CMS-Software WordPress.  Mit dem neuen WordPress 4.9 »Tipton« ehrt das Entwickler-Team mit dem Codenamen wie üblich einen Jazz-Musiker. Dieses Mal ist es der 1989 verstorbene amerikanische Jazz-Pianist und -Saxophonist Billy Tipton.

WordPress 4.9 erweitert den Customizer

Das aktuelle Release bringt zahlreiche Verbesserungen vor allem im Customizer und in der Code-Bearbeitung. Die Anpassung von Webseiten im Customizer wurde weiter vereinfacht und intuitiver gestaltet. Entwürfe im Customizer können jetzt, wie das bei Beiträgen üblich ist, automatisch zur Veröffentlichung für einen späteren Zeitpunkt eingeplant werden. Nicht gespeicherte Änderungen am Design werden automatisch vom System gespeichert und können später wiederhergestellt werden.

Später veröffentlichen

Mit einem Preview-Link kann Mitarbeitern, Freunden oder ausgewählten Besuchern im Voraus ein Blick auf die geplanten Änderungen im Frontend gewährt werden, ohne dass diese gleich für alle Besucher sichtbar sind. Ein neues Design kann gegen versehentliche Veröffentlichung mit einer Sperre versehen werden. Neue Menüs im Customizer anzulegen ist jetzt mit einer ausführlichen Anleitung intuitiver als bisher. Zudem kann nur noch jeweils eine Person im Customizer arbeiten, der in dem Zeitraum für andere gesperrt ist.

Widgets aufgebohrt

Bei den Widgets ist ein Galerie-Widget hinzugekommen. Zudem können nun Shortcodes im Text- und Video-Widget verwendet werden, ohne dazu Code einfügen zu müssen. Über eine Schaltfläche unterstützt das Text-Widget nun das Einbetten von Medien wie Bildern, Galerien oder Audio. Der Customizer bietet jetzt auch Zugriff auf die Themes auf wordpress.org und installiert diese auf Wunsch mit nur einem Klick. Zudem erhalten Seitenleisten und Widgets bei einem Wechsel des Themes durch die Erkennung und das Mapping von ähnlichen Bezeichnern eine möglichst passende Position.

Erleichterte Code-Bearbeitung

Bei der Bearbeitung von Code, sei es HTML, CSS oder PHP wird bei WordPress 4.9 durch Einbindung des Editors CodeMirror Syntax-Highlighting, Linting und Autovervollständigung in den Theme- und Plugin-Editoren, im Customizer sowie im HTML-Widget realisiert. CodeMirror werkelt bei vielen Webseiten und Diensten bereits im Hintergrund, so unter anderem auf GitHub oder in den Firefox Developer Tools. Fehlerhafter Code im Theme- oder Plugin-Editor wird künftig erkannt, fatale Fehler werden verhindert, indem statt einer leeren Seite der vorherige Zustand ausgeliefert wird.

Nächster Halt: Gutenberg

Bereits seit einiger Zeit laufen die Vorbereitungen auf WordPress 5.0, das im kommenden Frühjahr mit dem neuen Block-Editor Gutenberg einschneidende Änderungen bei der Erstellung von Inhalten bringt. Der neue Editor ist zum Testen als Beta-Plugin bereits verfügbar.

Die Notizen zur Veröffentlichung gehen auf die Änderungen ausführlich ein. WordPress 4.9 kann von wordpress.org heruntergeladen oder über das WordPress-Backend aktualisiert werden. Wie immer sind Anwender aus Gründen der Sicherheit angehalten, ihre Installation möglichst zeitnah zu aktualisieren.

Wer allerdings WordPress von Debian verwendet, muss sich noch etwas gedulden. Mit dem Editor CodeMirror kam für die Komponente JSlint unter MIT-Lizenz auch ein Lizenzzusatz, die mit Debians Auffassung von freier Software nicht kompatibel ist. Es geht dabei um den Zusatz: »The Software shall be used for Good, not Evil.«

Verwandte Themen

WordPress 5.0: Gutenberg zieht ein
views 426
Bild: Gutenberg-Denkmal | Foto EPei | Lizenz: GNU Free Documentation License WordPress beflügelt derzeit über 30 Prozent aller Webseiten im Interne...

Beitrag kommentieren