Teamviewer 13

Screenshot: ft

 

Mit der Veröffentlichung von TeamViewer 13 für Linux geht ein langgehegter Wunsch der Anwender der Fernwartungssoftware in Erfüllung. Das zunächst als Vorabversion vorliegende TeamViewer 13 für Linux kommt erstmals ohne Wine aus. Die neue Version liegt nativ in 32- und 64-Bit vor. Eine 64-Bit-Version gab schon immer, jedoch handelte es sich um eine verkappte 32-Bit-Anwendung, die dementsprechend auch ein Multiarch-System voraussetzte. Die Basis dafür stellt die Kommandozeilenversion TeamViewer Host dar, die erstmals im Mai für Linux erschien und beispielsweise zum ständigen Monitoring entfernter Rechner eingesetzt wird.

Pakete für die meisten Distributionen

TeamViewer 13 für Linux liegt in den Formaten DEB und RPM in je 32- und 64-Bit vor, zusätzlich wird für andere Formate ein offiziell nicht unterstütztes Tar-Archiv angeboten. Bei der Installation der Binärpakete legt TeamViewer einen Eintrag in der Quellenliste an, allerdings ohne den Anwender vorher zu fragen. Wer TeamViewer nicht vertraut sollte diesen Eintrag wieder entfernen. Zudem gibt es zumindest unter Debian einen Fehler mit der Komponente »main« des automatsichen Eintrags.

Qt als Basis für TeamViewer 13

Die Anwenderschnittstelle basiert, wie bereits bei TeamViewer Host für Linux und für den Raspberry Pi, auf dem Qt-Framework geschrieben. TeamViewer 13 für Linux verfügt in der Vorabversion über die Funktionalität der Host-Version, aber noch nicht über alle Funktionen der früheren Wine-basierten TeamViewer-Ausgaben, wie es in der Ankündigung heißt. Diese sollen aber bald nachgereicht werden. Derzeit funktionieren ein- und ausgehende Fernwartung, eingehende Dateiübertragung, das Konto-Management und die Verbindungsliste »Computers & Contacts«. KDE-Anwender können über das Tray-Icon per Klick auf den mittleren Maus-Button diese Liste ein- oder ausblenden.

Wayland anfänglich unterstützt

Die Entwickler von TeamViewer arbeiten auch an der Unterstützung von Wayland. Die steckt aber derzeit noch in den Anfängen, da Wayland von sich aus keine Fernverbindungen unterstützt. Diese sollen im jeweiligen Compositor der verwendeten Desktop-Umgebung realisiert werden. Am weitesten ist hier GNOME. Somit erwarten die Entwickler für GNOME eine erste funktionierende Version. Die Vorschau auf TeamViewer 13 für Linux und TeamViewer Host für Linux können von der Webseite des Unternehmens heruntergeladen werden.

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