Fedora Modular Server zurück aufs Reißbrett

Fedora Modular Server
Screenshot: ft

 

Fedora stoppt vorerst seine Bemühungen, die Fedora-Server-Edition zu modularisieren. Jetzt wurde zunächst ein reguläres Release von Fedora 27 Server veröffentlicht. Die bei der Veröffentlichung von Fedora 27 im November freigegebene Beta-Version des modularen Server erbrachte nicht das erhoffte Feedback. Eigentlich sollte im Januar die Variante des modularen Servers für Fedora 27 nachgereicht werden.

Boltron modularisiert Fedora

Eine der Prämissen der im Rahmen des Projekts Boltron verfolgten Ziele ist es, mehrere Versionen der gleichen Komponente in der Distribution nebeneinander zu haben ohne dass diese sich gegenseitig behindern oder ausschließen. Dabei soll den Anwendern eine heterogene Mischung von Versionen einzelner Anwendungen ermöglicht werden, der in einer herkömmlichen Distribution kaum zu realisieren ist.

Dabei soll auch das Basis-OS eine austauschbare Komponente sein. Daran hat Fedoras »Modularity Working Group« bereits seit geraumer Zeit gearbeitet und mit Fedora 26 eine Vorschau veröffentlicht. Eingebettet war dies in eine längerfristige Direktive zur Modularisierung von Fedora, deren Umsetzung bereits mit der Dreiteilung in Workstation, Server und Cloud mit Fedora 22 begonnen hatte. Fedora-Leiter Matthew Miller fasst das aus Anwendersicht so zusammen:

»Every Linux user has some things they want to move quickly, and others they want to not worry about. Fedora wants to give you that choice«

Fedora Modular Server neu überdenken

Jetzt ist der modulare Server in der geplanten Form erst einmal gestoppt und wird neu überdacht. Die Probleme mit der geplanten Herangehensweise lagen hauptsächlich in der Bereitstellung von Paketen in Modulen. Ein Paket, das nicht einem Modul angehörte, wäre es in dieser Edition nicht verfügbar. So haben die »Modularity Working Group« und die »Server Working Group« beschlossen, den Ansatz zu überdenken und zunächst ein reguläres, voll getestetes Release herauszugeben.

Vermutlich wird Fedora Server in der bekannten Form seinen Platz in der Dreifaltigkeit von Fedora behalten. Die modulare Variante könnte dann künftig neben den traditionellen Varianten, vielleicht als Fedora Lab, veröffentlicht werden. Gedankenspiele für diese Version umfassen derzeit anstatt des modularen Ansatzes ein separates Repository als Ergänzung einer normalen Veröffentlichung von Fedora Server.

 

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