Insider-Build 17063

Screenshot: ft

 

Wie aktuell dem Technet-Blog zu entnehmen ist, stellt Microsoft Entwicklern weitere Linux-Werkzeuge zur Verfügung, die in Microsofts Linux-Implementierung in Windows 10 eingesetzt werden können. Dabei handelt es sich um die beiden mächtigen Kommandozeilen-Tools Tar in der Ausführung bsdtar und cURL.

Teerball

Bei tar handelt es sich um ein Packprogramm. Der Name ist aus dem Begriff tape archiver gebildet. Tar packt Dateien und Verzeichnisse in eine Datei und kann sie daraus auch wiederherzustellen. Die entstehende Datei trägt die Endung .tar und das Ergebnis wird oft als Tarball bezeichnet. In Zusammenarbeit mit gzip kann aus dem Tarball auch ein komprimiertes Archiv erstellt werden, dass dann die Endung .tar.gz trägt. Außer gzip kommen dabei wahlweise auch compress, bzip2, xz oder lzma zum Einsatz. Alle Dateimanager unter Linux bieten zudem eine Integration von tar und den entsprechenden Komprimierungs-Tools.

Curl kommt oft versteckt daher

Bei cURL, das ausgeschrieben für Client for URLs oder Curl URL Request Library steht, handelt es sich um eine Programmbibliothek und ein Kommandozeilen-Programm zum Übertragen und Herunterladen von Dateien. Es verwendet dazu Protokolle wie http, https oder auch ftp. Die Bibliothek libcurl wird zudem von  zahlreichen Anwendungen eingesetzt.

Seit drei Tagen verfügbar

Wie Microsofts Craig Wilhite im Technet-Blog schreibt sind die beiden Tools bereits in dem vor wenigen Tagen freigegebenen Insider Build 17063 enthalten und für alle Windows-10-Varianten auf der Kommandozeile der Linux-Bash verfügbar. Damit werden für Entwickler, Administratoren und Power-User die bisher nötigen Umwege über cmd.exe oder Powershell überflüssig und auch das Erstellen und Handhaben von Containern wird erheblich einfacher, da die Kommandozeile nicht mehr verlassen werden muss.

Microsoft wird auch künftig weitere Linux-Tools bereitstellen um Anwendern, die in heterogenen Umgebungen arbeiten alles unter einer Oberfläche anzubieten was sie benötigen.

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Alle Kommentare
  • musca

    26.12.2017, 14:14 Uhr

    Es handelt sich um native Windows-Binaries, die in der cmd.exe nun ohne .net (und ohne WSL!) verwendet werden können. Bin schon gespannt, welche Kompressionsalgorithmen direkt genutzt werden können…