Ubuntu 17.10 Lenovo

Bild: Canonical

 

Vor einer Woche berichteten wir über lahmgelegte Notebooks durch ein korrumpiertes UEFI, ausgelöst durch den Kernel von Ubuntu 17.10. Hauptsächlich betroffen waren Lenovo Notebooks, aber auch einige andere Hersteller. Zum Teil waren Notebooks gar nicht mehr bootbar.  Grund war nach jetzigem Wissensstand ein kaputter, aber im Kernel aktivierter Intel-SPI-Treiber, der für die private Nutzung kaum benötigt wird. Canonical bietet zwar offiziell noch keine Lösung an, die Community hilft sich mittlerweile aber selbst. Es liegt zwar ein korrigierter Ubuntu-Kernel vor, der das Problem nicht auslöst, aber auch nicht beheben kann. Das nützt zudem Anwendern, deren Notebooks nicht mehr starten, rein gar nichts.

Teillösung

Wie auf axebase aktuell zu lesen ist, können Besitzer einiger Lenovo- und Acer-Modelle diese wieder zum Leben erwecken, sofern sie denn noch starten. Dazu wird der Mainline-Kernel 4.14.9 installiert. Ein eventuell installierter proprietärer Nvidia-Treiber muss dafür zunächst entfernt werden, da nicht kompatibel mit dem Mainline-Kernel 4.19. Nach der Installation des Kernels und erfolgtem Reboot erfolgt ist ein weiterer Neustart ins UEFI nötig. Nach Setzen der gewünschten Einstellungen sollten sich diese nun wieder speichern lassen, wie mehrere Kommentare zum Bugreport auf Launchpad bestätigen. Dort hat ein Anwender auch eine Schritt-für-Schritt-Anleitung verlinkt, die auch das Kernel-Update-Utility einschließt.

Wer ist schuld?

Sollte der Fehler nach diesem Prozedere behoben sein, kann Ubuntu-Kernel 4.13.0-21.24, der den Fehler nicht auslöst, installiert werden, Kernel 4.14.9 bei Bedarf entfernt und Nvidia wieder installiert werden. Diese Lösung bringt den Anwendern nichts, deren Notebooks nicht mehr hochfahren. Ubuntu hat auch noch kein funktionierendes Image von 17.10 bereitgestellt, um das entfernte Image zu ersetzen. Wie Canonical aus der Misere herauskommt und seinen betroffenen Usern eine Lösung anbieten will ist weiterhin unklar. Noch sind nicht alle Fakten klar, um abschließend zu beurteilen, welche Faktoren zusammengespielt haben um dieses Ubuntu-Problem zu triggern. Klar scheint allerdings, dass der Intel-SPI-Treiber im Ubuntu-Kernel nicht hätte aktiviert werden müssen.

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