Brave geht bei Werbung neue Wege

Bild: Brave-Logo | Quelle: Brave Inc.

 

Brave ist ein  Open-Source-Browser,  der sich auf die Fahnen geschrieben hat, herkömmliche Werbung aus Webseiten auszublenden und die dahinterstehende Ausspähung der Anwender durch Cookies und Tracker zu verhindern. Entwickelt wird Brave von der Firma von Brendan Eich. Er ist Entwickler von Livescript, dem Vorläufer von JavaScript, Mitbegründer von Mozilla und kurzzeitig auch deren CEO. Er trat 2014 wegen einer Spende, die Mozilla als unethisch erachtete, zurück und verließ das Unternehmen. Dabei ging es um eine Spende aus dem Jahr 2008 an eine Organisation, die sich gegen die gleichgeschlechtliche Ehe in Kalifornien wandte.

Brave geht bei Werbung neue Wege

Im Jahr 2016 erstmals veröffentlicht, kommt auch der Browser Brave nicht ohne Werbung aus. Immerhin will sich das dahinterstehende Unternehmen  Brave Software Inc. von Werbeeinnahmen finanzieren. Eich will Probleme und Fehlentwicklungen im Internet besonders an zwei Stellen bekämpfen: Bei der Online-Werbung und, damit einhergehend, der Ausspähung des Surfverhaltens. Braves Konzept sieht die Verhinderung personalisierter Werbung vor, Cookies und permanente User-IDs sollen dabei außen vor bleiben. Damit soll verhindert werden, dass Werbung für Produkte, die der Nutzer angeschaut oder gekauft hat, ihn danach tagelang verfolgen. Dem Anwender steht es nach Eichs Konzept dagegen frei, für besuchte Seiten Werbung freizuschalten.

Blockchain im Browser

Im letzten Jahr hat Eich sein Konzept um Blockchain-basierte digitale Werbung erweitert. und sehr erfolgreich durch ein Initial Coin Offering (ICO) einen Crypto-Token aus der Taufe gehoben. Die Basic Attention Token-Plattform wurde entwickelt, um Anwender für das Betrachten von Werbung in der Form von Micropayments zu entlohnen. Jetzt startet Brave dazu einen Beta-Test. Nach dem freiwilligen Test des alternativen Anzeigenmodells sollen später Brave-Anzeigen direkt im Browser in einem privaten Kanal für Benutzer angezeigt werden, die dem zugestimmt haben. Wenn das Brave-Anzeigensystem offiziell gestartet ist, sollen die Nutzer 70 Prozent der Brutto-Anzeigeneinnahmen bei gleichzeitiger Wahrung der Privatsphäre erhalten.

Testparcours

Rund 250 vorkonfigurierte Anzeigen werden während dieser Testversion verwendet. Die Testwilligen erhalten eine spezielle Version des Brave-Browsers, der mit diesen Anzeigen bestückt wird. Diese spezielle Brave-Version läuft nur während des Testprogramms. Der Test-Browser sendet ein detailliertes Protokoll der Browsing-Aktivitäten an die Brave Software Inc., die verspricht, diese Daten nicht weiterzugeben. Benutzer können diesen Test jederzeit verlassen, indem sie die Funktion ausschalten oder eine reguläre Version von Brave verwenden, die keinerlei Benutzerdaten speichert.

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Alle Kommentare
  • Balou

    Balou

    25.06.2018, 13:35 Uhr

    @fraktalerror Könntet Ihr bitte bei der Werbung für diesen Browser auch berichten, dass der, wie bei… https://t.co/Eg5GJVnNDR

    • Ferdinand Thommes

      25.06.2018, 13:49 Uhr

      Danke für den Einwurf, das war mir nicht bewusst. Es ist besonders schade wenn so häufig benutzte und essentielle Anwendungen wie ein Browser bei der Barrierefreiheit patzen. Allerdings ist der angesprochene Artikel keine Werbung für Brave, sondern reine Berichterstattung.