Linux Mint 19 »Tara«

Bild: Mint 19 Cinnamon | Quelle: Screenshot

 

Linux Mint 19 ist offiziell freigegeben worden. Seit die  Plasma-Version fallen gelassen wurde, veröffentlicht das Team um Clement Lefebvre die verbleibenden GTK-Ausgaben Cinnamon, MATE und Xfce zeitgleich und spart sich somit eine zweite Veröffentlichung. Die neue Ausgabe Linux Mint 19 trägt den Beinamen »Tara«, basiert auf Kernel 4.15 und Ubuntu 18.04 LTS »Bionic Beaver« als Basis. Die Unterstützung reicht bis 2023.

Timeshift verleiht Sicherheit

Die Highlights von Linux Mint 19 »Tara« sind eine neue Anwendung zur Erstellung von System-Backups namens TimeShift, ein neuer Willkommensbildschirm, besserere HiDPI- und Multi-Monitor-Unterstützung sowie einem neuen Theme und Icon-Set namens Mint-Y. Viele Apps wie  Software Manager, Update Manager und die XApps wurden zudem überarbeitet.

In Linux Mint 19 heißt der Star der Show TimeShift. Obwohl bereits mit Linux Mint 18.3 eingeführt und auf andere noch unterstützte Linux-Mint- Versionen zurückportiert, steht die Backup-Anwendung jetzt im Mittelpunkt der Update-Strategie von Linux Mint. Dank TimeShift kann der Nutzer in der Zeit zurückgehen und seinen Computer auf den letzten funktionierenden System-Snapshot zurücksetzen.

Update-Manager vereinfacht

Der Update-Manager verfolgt eine neue Strategie und nutzt keine selektiven Updates mehr. Er stützt sich auf Timeshift, um die Stabilität des Systems zu gewährleisten und erlaubt es, alle Updates direkt zu installieren. Auch automatische Updates können nun einfach freigeschaltet werden, während dies in der Vergangenheit erfahrenen Anwendern vorbehalten war.

Neuer Cache für mehr Performance

Der in Linux Mint 18.3 völlig überarbeitete und mit Flatpak-Unterstützung versehene Software-Manager wurde weiter ausgebaut.  Die Nutzeroberfläche wurde verfeinert, die Tastaturnavigation verbessert und die Suche beschleunigt. APT and Flatpak erhielten einen internen Cache. Dieser Cache bietet eine Abstraktionsschicht, sodass Anwendungen die Paketmanager APT und Flatpak auf die gleiche Weise handhaben können, ohne sich Gedanken über ihre Unterschiede zu machen. Dieser Cache könnte in Zukunft auch anderen Anwendungen wie dem Menü oder dem Update-Manager verfügbar gemacht werden.

Cinnamon 3.19 gefühlt schneller

Der Standard-Desktop von Linux Mint 19 ist weiterhin Cinnamon und wird in Version 3.19 ausgeliefert. Diese kann durch Verbesserungen beim Fenstermanager Anwendungen schneller starten als bisher. Darüber hinaus wurden die Fensteranimationen verbessert. Die neuen Animationen sehen sauberer aus und sorgen zusammen mit den Leistungsverbesserungen dafür, dass sich Cinnamon schneller anfühlt als zuvor.

LMDE 3 auf gutem Weg

Viele weitere Verbesserungen von Linux Mint 19 »Tara« können der Ankündigung entnommen werden. Abbilder stehen auf der Downloadseite des Projekts in 32- und 64-Bit für Cinnamon, MATE und Xfce zur Verfügung. Die nächste Veröffentlichung betrifft LMDE 3 aka »Cindy« (Linux Mint Debian Edition). Das Team hofft, bis Ende Juli eine Beta-Version der mittlerweile auf Debian Stable basierenden Distribution vorlegen zu können.

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Alle Kommentare
  • Uwe

    30.06.2018, 16:18 Uhr

    Danke für die Info.
    Linux Mint-19. Hauptsache die Druckerschnittstelle LPT1, parallel, und der HP Deskjet 720C werden wieder unterstützt. Unter Linux Mint 18.3 gibts Probleme. Da bietet mir Mint-18.3 lxde eine serielle Druckerschnittstelle an. Schaun wir mal was da kommt.