Bodhi Linux Media

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Mit Bodhi Linux Media liegt eine neue Distribution vor, die sich speziell an digitale Künstler und Medienschaffende wendet. Wie der Name bereits vermuten lässt, nutzt die Distribution Bodhi Linux als Grundlage, das seinerseits wiederum auf dem jeweils aktuellen Ubuntu LTS basiert.

Bodhi als Grundlage

Entwickler Guiseppe Torre begründet seine Entscheidung für Bodhi Linux mit dessen Leichtgewichtigkeit, dem von Enlightenment 17 abgeleiteten Desktop Moksha und der minimalen Paketauswahl, die lediglich einen Browser, einen Terminal-Emulator und einige Systemwerkzeuge umfasst. Damit eignet sich Bodhi Linux laut Torre besonders gut als Unterbau.

Open Source für digitale Künstler

Er hat für seine Digital-Art-Distribution die Desktop-Oberfläche angepasst und die folgende Liste von Open-Source-Software für Künstler aus verschiedenen digitalen Kunstsparten integriert:

  • ATOM : Text-Editor für Coder
  • ARDUINO : Entwicklungsumgebung fürArduino-Boards
  • PROCESSING : Java-basiertes Toolkit, eine Sprache zum Erlernen des Codens im Kontext der bildenden Künste
  • PURE DATA : Visuelle Programmierumgebung zur Erstellung von interaktiver Multimedia-Software
  • BLENDER : Alternative zu 3D MAX/MAYA und PREMIERE
  • GIMP : Alternative zu Adobe Photoshop
  • INKSCAPE : Alternative zu Adobe Illustrator
  • KRITA : Software für Cartoonisten
  • NATRON : Alternative zu Adobe After Effect
  • SYNFIG STUDIO : 2D Animation
  • SCRIBUS : Alternative zu Adobe InDesign
  • ARDOUR : Alternative zu anderen professionellen Digital-Audio-Workstations
  • AUDACITY : Audio-Editor
  • SUPERCOLLIDER :  Entwicklungsumgebung und Programmiersprache für Echtzeit-Klangsynthese und algorithmische Komposition
  • MUSESCORE : Notensatz-Software
  • OBS : Streaming- und Screencasting-Software
  • VLC : Media-Player

Torre, selbst Medienschaffender, räumt ein, dass dies seine persönlichen Favouriten sind und dass es im Bereich Open Source viele Alternativen dazu gibt. So sieht er seine Auswahl auch eher als Einstiegspunkt. Bodhi Linux Media macht einen durchdachten Eindruck und geht schnörkellos und ohne Ablenkung zur Sache. Am rechten Display-Rand findet sich eine Leiste, über die die installierten Media-Anwendungen gestartet werden. Mehr will und kann dieses Projekt nicht.

Live oder installiert?

Auf der Gitlab-Seite des Entwicklers findet sich eine Anleitung, wie Bodhi Linux Media bei Bedarf installiert werden kann. Das Live-Medium nutzt digitalart als User und Passwort, das 2,3 GByte große Abbild kann hier heruntergeladen werden.

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Alle Kommentare
  • floydpink

    03.07.2018, 18:43 Uhr

    Sieht gut aus, mal testen.
    Ich denke mal, das außer ALSA auch JACK zum Einsatz kommt.