WebP

Bild: Logo WebP by Simo99 | Quelle: Wikimedia Lizenz: CC BY-SA 3.0

 

Mir passiert es des Öfteren, dass ich irgendwo ein Bild poste und jemand sagt, er könne es nicht öffnen. Fast immer ist der Schuldige dann Firefox, der Bilder im Grafikormat WebP nicht handhaben kann. Das soll nun ein Ende haben, denn Mozilla hat beschlossen, Googles offenes Grafikformat für verlustbehaftet oder verlustfrei komprimierte statische oder animierte Bilder für das Web zu unterstützen.

Lizenzfreies Format

WebP ist ein Abkömmling des seit 2010 lizenzfreien Video-Codecs VP8 und erschien im selben Jahr. WebP erreicht bei sehr hoher Komprimierung mehr Bildqualität pro Datenmenge als JPEG. Google Chrome unterstützte WebP von Anfang an, Opera folgte 2011.

Mozilla lehnte WebP-Unterstützung lange ab, da das Format angeblich noch keinen ausreichenden Vorteil gegenüber JPEG biete. Firefox verfügt aber seit Version 49 über eine experimentelle Unterstützung für WebP, die aber standardmäßig aber nicht eingeschaltet ist. Konqueror, der Webbrowser von KDE, unterstützt WebP ab der KDE-Version 4.11. Auch viele Grafikprogramme wie  GIMP, XnView, KolourPaint, Gwenview und Krita unterstützen das Format.

Microsoft und Mozilla legen nach

Im Wochenverlauf erklärte Microsoft, sein Browser Edge werde WebP künftig unterstützen. Kurz darauf zog auch Mozilla nach. Der einzige der großen Browser, der WebP noch nicht unterstützt ist Apples Safari. Der Schritt von Microsoft und Mozilla wird merklich zur Einsparung von Bandbreite im Internet führen.

Die Planung für die Aufnahme eines neuen Standards ist für die Browserhersteller kein kleiner Schritt und will wohlüberlegt sein, denn zurück geht es nur sehr schwer und nicht ohne Verluste. Ein gutes Beispiel hierfür ist Adobe Flash, dessen Ablösung sich trotzt eklatanter Sicherheitslücken bereits über Jahre hinzieht.

Mozillas für die erste Hälfte 2019 erwartete Unterstützung für WebP erstreckt sich über Firefox auf Basis der Gecko-Engine für den Desktop und Android, aus technischen Gründen jedoch nicht für iOS. Mozilla unterstützt außerdem die Entwicklung des Bildformats AVIF, das auf dem freien Videoformat AV1 basiert. Dieses wird von der Alliance for Open Media entwickelt, der unter anderem Google, Apple, Microsoft, Cisco, Amazon, Netflix und Facebook angehören.

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