WordPress 5.0
Bild: CC0 Public Domain

Mit WordPress 5.0 »Bebo« wurde heute das vermutlich wichtigste Release in der Geschichte des CMS als stabile Version freigegeben. Dem gingen eine lange Entwicklungsphase, einige Verschiebungen und drei Release-Kandidaten voraus. 

Nie war eine Änderung in WordPress oder der Zeitpunkt einer Veröffentlichung des CMS, das hinter mehr als 30 Prozent der Inhalte im Internet steht so umstritten wie bei WordPress 5.0. Aber bekanntermaßen regt sich gegen größere Änderungen von gewohnten Abläufen immer gerne Widerstand.

Was steckt dahinter?

 Grund dafür ist der neue visuelle Editor Gutenberg, der ein für WordPress neues Konzept einführt, bei dem Inhaltsblöcke die Hauptrolle spielen. Dabei ist dies nur die erste Phase von Gutenberg, zwei oder drei weitere Ausbaustufen sollen folgen und WordPress zu einem vollwertigen Website-Builder auf Blockbasis machen.

Kritik am verfrühten Release

Die Kritik am neuen Editor macht sich aber nicht daran fest, dass nun alles zum Block erklärt wird, sondern daran, das die Umsetzung in WordPress 5.0 noch zu viele Fehler aufweist und nicht reif für eine Veröffentlichung ist. Viele Entwickler hätten es begrüßt, wenn 5.0 erst im Januar erschienen wäre.

Aber auch populäre Plattformen wie WordPress müssen sich an die Zeit anpassen, um keine Marktanteile zu verlieren. Gutenberg ist ein gewaltiger Sprung nach vorne und es ist nicht das einzige Update, das bevorsteht. Heute erschien PHP 7.3 und wird vermutlich in einem der nächsten Punkt-Releases integriert.

Andere Arbeitsweise

Nun ist WordPress 5.0 da und verändert die Art wie Anwender mit dem CMS interagieren, um Inhalte für Blogs und andere Webseiten zu erstellen. Die neue Version kommt mit Gutenberg als Standard-Editor. Der Classic Editor nimmt den Rang eines Plug-ins ein, den Gutenberg bis jetzt innehatte. Das Plugin-in bietet einen Schalter, der pro Beitrag zwischen Classic und Gutenberg umschalten lässt. 

Somit können Anwender, die mit dem Wechsel noch warten wollen oder müssen, mindestens bis 2022 mit dem gewohnten Werkzeug arbeiten. Hauptgrund für ein Zuwarten sind etwa noch inkompatible Plug-ins. Unentschiedene Anwender können auf der Webseite Frontenberg einen ersten Eindruck von Gutenberg gewinnen, ohne ihre Installation zu gefährden.

Neues Theme

Neben Gutenberg bringt WordPress 5.0 auch ein neues Theme mit. »Twenty Nineteen« soll ein effektives minimales, typografisches Blogging-Thema sein, kann aber auch für den Einsatz als statische Business-Website angepasst werden. Zudem ist es natürlich flexibel genug, um Gutenberg vollständig zu unterstützen. Das trifft aber auch auf ältere Standard-Themes zu.

Wirkliches WYSIWYG

Gutenberg ändert zudem auf vielfältige Weise den Umgang mit einzubindenden Medien und erleichtert die Gestaltung anspruchsvoller Inhalte. Blocks für alle Arten von Medien können teilweise vorhandene Plug-ins ersetzen. 

In den nächsten Tagen und Wochen wird sich zeigen, ob die Veröffentlichung von WordPress 5.0 wirklich verfrüht war. Das Beste daran ist, dass man nicht gleich umsteigen muss, sondern mit dem Classic Editor weiterarbeiten kann wie bisher. 

Verwandte Themen

WordPress 5.0 erneut verschoben
views 270
Bild: CC0 Public DomainDie Veröffentlichung von WordPress 5.0 mit dem neuen Block-Editor Gutenberg ist auf unbestimmte Zeit verschoben. Eigentlic...
WordPress 5.0: Gutenberg zieht ein
views 430
Bild: Gutenberg-Denkmal | Foto EPei | Lizenz: GNU Free Documentation LicenseWordPress beflügelt derzeit über 30 Prozent aller Webseiten im Interne...

Beitrag kommentieren

Alle Kommentare
  • Matthias

    07.12.2018, 09:13 Uhr

    Ich finde es ehrlich gesagt mal wieder bezeichnend, dass die WordPress-Entwickler es zum Release nicht geschafft haben PHP 7.3 zu unterstützen, welches seit einem halben Jahr zum Testen zur Verfügung steht. Auf Travis ist es durch eine. Einzeiler in die Testprozesse einzubinden.

    • Ferdinand Thommes

      07.12.2018, 09:26 Uhr

      Viele Entwickler haben die Unterstützung von PHP 7.3 und ein Release erst im Januar gefordert. Mullenweg hat sich aber wohl durchgesetzt.