Ubuntu 19.04 - die Varianten
Bild: old painted Ubuntu logo on wood planks | Quelle: blumblaum | Lizenz: CC BY 2.0

Mit Ubuntu 19.04 »Disco Dingo« wurden wie üblich auch die anderen Mitglieder der Ubuntu-Familie aktualisiert. Alsda wären unter anderem Kubuntu, Lubuntu, Ubuntu Budgie, Ubuntu Mate und Xubuntu. Zudem gab es auch neue Images für Server und die Cloud.

Kubuntu

Die aktuelle Ausgabe von Kubuntu basiert auf Qt 5.12, KDE Frameworks 5.56, Plasma 5.15.4 und KDE Applications 18.12.3. Wie auch alle andern Varianten setzt Kubuntu auf Kernel 5.0 sowie Mesa 19.0 und kommt unter anderem mit Firefox 66.0, Thunderbird 60.6 und LibreOffice 6.2.2 vorinstalliert. Zudem sind Krita, KDevelop und das Latte-Dock in aktuellen Versionen präsent.

Wer mit Kubuntu eine Wayland-Sitzung testen möchte, installiert das Paket plasma-workspace-wayland. Allerdings wird dies offiziell noch nicht unterstützt. Images von Kubuntu 19.04 stehen auf Ubuntus Downloadserver bereit.

Lubuntu

Das leichtgewichtige Lubuntu wurde früher mit LXDE als Desktop ausgeliefert, seit 18.10 tritt LXQt an dessen Stelle. Lubuntu 19.04 basiert auf LXQt 0.14.1. Mit diesem Release endet auch bei Lubuntu im Rahmen einer Neuausrichtung die Zeit der 32-Bit Ausgaben.

Im Unterschied zu den meisten anderen Varianten setzt Lubuntu auf die neueste Version von Calamares als Installer anstelle von Ubiquity. Neu in Calamares 3.2.4 ist die Möglichkeit der Vollverschlüsselung.

Lubuntu begnügt sich mit 340 MByte RAM gleich nach dem Start und bringt Anwendungen wie den Editor Featherpad, die Paketverwaltung Muon sowie den Mail-Client Trujito mit. Images stehen auf dem Lubuntu-Server bereit.

Ubuntu MATE

Ubuntu MATE 19.04 hält sich mit Neuerungen diesmal eher zurück, nachdem die letzten Versionen aus dem Vollen geschöpft hatten. Sogar die namensgebende Desktopumgebung MATE verharrt aus Stabilitätsgründen bei Version 1.20.4, wie die Entwickler betonen. Allerdings erhielt sie Fehlerbereinigungen aus der in Debian Testing vorhandenen Version. Ubuntu MATE wird neben der 64-Bit Version für x86 auch für den Raspberry Pi und die Minirechner GPD Pocket und GPD Pocket 2 ausgeliefert.

Ubuntu 19.04 - die VariantenUbuntu 19.04 - die VariantenUbuntu 19.04 - die Varianten

Ubuntu Budgie

Ubuntu Budgie 19.04 benutzt den bei der Distribution Solus entstandenen Fork von Gnome 3.10 als Desktop und verwendet viele der mit GNOME 3.32 ausgelieferten Apps. Eine Ausnahme bildet Nemo, der von Linux Mint ausgeliehene Dateimanager, der Nautilus ersetzt. Dieser kann seit Version 3.26 keine Icons mehr am Desktop darstellen.

Budgie ist in Version 10.5.0 an Bord. Das Plank-Dock ist von der linken Seite nach unten gewandert. Neu ist die Verwendung des Schriftsatzes Noto Sans für die Oberfläche. Aktuelle Images stehen auf dem Projektserver bereit

Xubuntu

Xubuntu 19.04 basiert auf Xfce, einer Desktopumgebung, die sich nur sehr langsam verändert. Die größte Veränderung seit dem letzten Durchgang ist der Wegfall der 32-Bit Version. Zudem gibt es neue Tastaturkürzel und einige neue Anwendungen wie AptURL, GIMP und LibreOffice Impress und Draw. Orage dagegen wurde aus dem Paketbestand entfernt. Images für Xubuntu 19.04 sind auf dem Projektserver eingestellt worden.

Ubuntu 19.04 und seine Varianten werden neun Monate lang mit Updates versorgt. Wer 32-Bit benötigt wird derzeit noch bei Ubuntu 18.04 LTS fündig. Wie Ubuntu selbst halten sich in diesem Zyklus auch die anderen Mitglieder der Ubuntu-Familie mit Neuerungen zurück. Damit können am ehesten noch Kubuntu und Lubuntu punkten.

Ubuntu 19.04 - die Varianten

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Alle Kommentare
  • tuxnix

    21.04.2019, 11:49 Uhr

    Das Beste an dieser Ubuntu Ausgabe ist, dass es keine eigenen technischen Neuerungen gibt.
    Puh, da haben wir aber Glück gehabt. Diesmal keine neue GUI und keinen neuen Display Server.

  • Uwe

    21.04.2019, 17:14 Uhr

    Lubuntu-19.04 lxqt, im Livemodus von Stick auch bootbar, nach einer Testinstallation scheint EFI/UEFI und eine Swap nun zwingend erforderlich zu sein ansonsten kein Booten.

  • andy

    22.04.2019, 13:13 Uhr

    Der Lubuntu email Client heißt übrigens Trojitá.
    http://trojita.flaska.net/
    Hatte mich schon gewundert, warum ich erst nichts darüber finden konnte.