Firefox 67 liefert erstmals WebRender aus

Firefox 67
Bild: Mozilla

Firefox 67 erscheint wegen dem von Mozilla selbstverschuldeten Debakel mit gesperrten Erweiterungen mit einer Woche Verspätung, bringt aber eine Menge an neuen und verbesserten Funktionen sowie mehr Sicherheit mit.

Mehr bösartige Inhalte blockierbar

Der Inhaltsblocker, der erstmals in Firefox 63 eingesetzt wurde, integriert mit Firefox 67 für den anwender auswählbar auch Maßnahmen gegen Fingerprinting und Cryptomining. In den Einstellungen wurden unter der Rubrik Datenschutz und Sicherheit bei den benutzerdefinierten Einträgen zwei neue Positionen hinzugefügt. Damit können automatisch Domains, die entweder für Fingerprinting oder Cryptomining bekannt sind, gesperrt werden. Beide Einstellungen sind standardmäßig aktiviert. Für vertrauenswürdige Seiten können Ausnahmen definiert werden.

Mehr Kontrolle über Add-ons

Die Kontrolle, welche Erweiterungen künftig im privaten Modus laufen, geht mit Firefox 67 an den Anwender über. Alle Erweiterungen, die vom Nutzer installiert werden, werden künftig nicht standardmäßig in privaten Fenstern ausgeführt und haben keinen Zugriff auf die Online-Aktivitäten in diesen Fenstern.

Dazu wird entweder während der Installation von Erweiterungen ein Dialog eingeblendet oder der Anwender klickt in den Einstellungen auf die Erweiterung und setzt einen entsprechenden Haken.

Screenshots ohne Upload

Firefox bietet seit geraumer Zeit eine fest eingebaute Erweiterung zum Aufnehmen von Screenshots. Bisher konnten diese Aufnahmen auf einen Mozilla-Server geladen und dort gespeichert werden. Dies ist ab Firefox 67 nicht mehr möglich, die Screenshots werden künftig nur noch lokal gespeichert.

Mehrere Profile

Firefox-Nutzer, die neben der stabilen Version auch Beta- oder Nightly-Versionen nutzen, werden sich freuen, dass die Verwaltung dieses Szenarios nun einfacher wird. Arbeiten bisher alle gleichzeitig installierten Versionen des Browsers standardmäßig mit einem einzigen Profil, erhält ab jetzt jede Installation ein eigenes Profil.

Die Ära WebRender beginnt

Nach mehr als drei Jahren Entwicklung beginnt Mozilla mit Firefox 67 mit dem Ausrollen von WebRender an die Anwender. Anfangs erhalten jedoch standardmäßig nur fünf Prozent der kompatiblen Nutzer Zugriff auf die neue, in der Programmiersprache Rust umgesetzten Render-Engine.

WebRender ist ein Teil von Firefox Quantum, wird aber aufgrund der längeren Entwicklungszeit erst jetzt langsam zugänglich gemacht. Wie WebRender das Surferlebnis verbessert, erläutert ein Blogeintrag aus dem Jahr 2017.

Rendern über die GPU

Der neue GPU-Renderer, der Teil der Browser-Engine Servo ist, wird zunächst nur an Anwender von Windows 10 mit NVIDIA GPUs verteilt. Sie lässt sich allerdings auch unter Linux und mit Intel- oder AMD-Grafikkarte einschalten, indem unter about:config der Eintrag gfx.webrender.all auf true gesetzt wird.

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