Vorbestellung des Pinebook Pro
PineBook Pro

Die Vorbestellung des Pinebook Pro Notebooks, über das an dieser Stelle bereits berichtet wurde, hat begonnen. Wer sich vor dem 1. Juli im Forum von Hersteller Pine64 angemeldet hat, wird belohnt. Er wird vorrangig bedient und erhält die doppelte Speicherkapazität.

Vorbestellung des Pinebook Pro

Ich hatte auf der Fosdem Ende Januar bereits einen Prototypen in der Hand und muss sagen, er wirkte professioneller als die erste Ausgabe von 2016, die doch sehr an ein Spielzeug für Kinder erinnerte.

Professioneller Eindruck

Das Gehäuse des jetzt für 200 US-Dollar vorbestellbaren Pinebook Pro ist aus einer Magnesiumlegierung, die dem Gerät schon haptisch einen professionelleren Eindruck verschafft als die dünne Plastikumhüllung des Vorgängers. Das 14-Zoll Notebook, das von einem Rockchip RK3399 Prozessor mit Mali-T860 MP4 GPU angetrieben wird, bietet ein 1080 IPS LC-Display. Damit wird das Abspielen von Videomaterial in 4K@60Hz-Auflösung unterstützt.

Option für NVMe-SSD

Des Weiteren verbaut Pine64 vier GByte LPDDR4-RAM und ein aufrüstbares eMMC-Modul mit 64 GByte Speicher. Im Pine64-Forum bereits vor dem 1. Juli angemeldete Kunden erhalten kostenfrei ein Update auf 128 GByte. Über einen optionalen Adapter wird der Betrieb von M.2-NVMe-SSDs ermöglicht.

Verbindung nach Draußen

Darüber hinaus stehen WLAN und Bluetooth 4.1 nach Standard 802.11ac, ein bootfähiger microSD-Einschub und jeweils ein USB 2.0 und 3.0 sowie ein Type-C-Port bereit. Letzterer beherrscht neben Power und Data auch HD Digital Video Out. Das Gerät wird durch eine 2-MP-Webcam, Mikrofon, Stereo-Lautsprecher und eine kombinierte Kopfhörerbuchse komplettiert.

Debian als Standard

Softwareseitig wird Pine64 das Pinebook Pro mit Debian ausliefern, weitere Linux-Distributionen sowie Chrome OS und Android sind ebenfalls unterstützt. An der Lauffähigkeit von BSD wird noch gearbeitet.

Etwas rüde formuliert

Was mich etwas negativ berührt, ist die in roter Schrift erscheinende Notiz im Pine64-Store. Dort ist unter anderem zu lesen, dass LC-Displays 1 – 3 tote Pixel aufweisen können. Zudem verdiene man mit der ersten Charge, die für die Communities von Pine64, Linux und BSD gedacht sei, kein Geld. Wer mit ein paar toten Pixeln nicht leben könne, solle besser erst gar nicht bestellen.

Tote Pixel kommen bei LC-Displays hin und wieder vor. Je nachdem, welche Klasse der Monitor hat, ist ein einzelner Pixelfehler kein Grund zur Beanstandung. Aber hier macht, wie ich finde, der Ton die Musik. Zudem ist auch bei einer ersten Charge eine Garantie von nur einem Monat bei uns im Westen bestimmt nicht verkaufsfördernd.

Das Pinebook Pro kann für 199,99 US-Dollar vorbestellt werden, die Versandkosten per DHL nach Deutschland liegen bei 39 US-Dollar. Zoll und Mehrwertsteuer werden auf den Verkaufspreis aufgeschlagen.

Vorbestellung des Pinebook Pro gestartet

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Alle Kommentare
  • tuxnix

    26.07.2019, 15:55 Uhr

    @ Ferdinand Thommes
    Weißt du schon ob du ein Testgerät erhältst?

    • Ferdinand Thommes

      26.07.2019, 18:39 Uhr

      Es wurde auf der FOSDEM verabredet und ich hab vor einigen Wochen eine Mail hinterhergeschickt. Noch hab ich keine Antwort, generell ist die Kommunikation schwierig. Aber ich hoffe mal, es klappt noch.

  • tuxnix

    27.07.2019, 07:35 Uhr

    Danke, erst einmal.
    Falls du eines zum Testen bekommst, würde mich am meisten interessieren ob die Tastatur tauglich ist.
    QWERTZ gibt es wohl leider nicht, aber noch mehr ärgert es mich wenn bei einen Notebook die Tasten “gaggelig” sind.

    • Ferdinand Thommes

      27.07.2019, 07:52 Uhr

      Ja, sowas verhindert ernsthaftes Arbeiten mit der betreffenden Hardware, rausgeworfenes Geld.

  • Klaus Meier

    27.07.2019, 10:17 Uhr

    Ob das Gerät wirklich so der Hammer ist? Mit Zoll, Mehrwertsteuer und Versandkosten ist man da schon bei 300€. Dafür bekommt man auch schon was von HP mit nem Intel. Ich hatte bislang zwei Laptops von HP, auf jedem ließ sich Linux ohne die geringsten Probleme installieren und alles hat einwandfrei funktioniert.

    Gewährleistung hat man gar keine. Ok, die meisten kennen ja den Unterschied zwischen Gewährleistung und Garantie nicht. Wenn sie von Garantie reden, meinen sie meistens Gewährleistung. Da sind die Pixelfehler eher nebensächlich. Du hast es ja selber erwähnt, dass bei vielen Monitoren ich glaube bis zu drei defekte Pixel kein Reklamationsgrund sind. Besser den Kunden vorher drauf hinweisen als hinter zu sagen, ne, is nich.

    Aber ansonsten muss man sich darüber im Klaren sein, wenn etwas defekt ist, kannst du das Gerät in die Tonne treten. Zu einer Firma in die USA zur Reparatur schicken? Ob es die in einem Jahr noch gibt? Dann schickst du das Gerät hin und sie reagieren nicht. Was dann? Die verklagen?

    Ich habe für so etwas meinen Händler vor Ort. Da werden sie geholfen. Nur weil das Linux vorinstalliert ist, sollte man da nicht blind zugreifen.

  • tuxnix

    27.07.2019, 11:48 Uhr

    Um die Installation von Linux geht es gar nicht. Die Einrichtung mache ich ohnehin lieber selbst.
    Habe jedoch darauf keine Lust mehr die Intel-Me und UEFI mit meinem Geld zu unterstützen.
    Leicht, lüfterlos und energiesparend ist das, was ich mir von dem Ding verspreche und auf Vergleichbarem läuft leider immer ein ChomeOS.
    Eine 30 Tage Garantie ist natürlich ein großes Manko.
    Ein Händler vor Ort, bei dem man anstandslos reklamieren kann, ist ohnehin durch nichts zu ersetzen, aber wenn Pine64 es schafften würde einen Vertrieb in der EU zu organisieren, dann fiele mir die Entscheidung schon viel leichter.

  • Uwe

    27.07.2019, 19:00 Uhr

    RISC CPUs kann ich überhaubt nicht einschätzen. Voreallem in Vergleich zu den Werten der AMD oder Intel CISK CPUs. insbesondere im grafischen Bereich. Freue mich auf einen Test, falls es klappt.

  • axt

    29.07.2019, 08:29 Uhr

    tuxnix:

    > QWERTZ gibt es wohl leider nicht,

    Das würde mir sogar mal gefallen, aber querty ist nicht gleich querty. Na, immerhin gibt’s die Option “EU”-Power-Supply.

    > aber noch mehr ärgert es mich wenn bei einen Notebook die Tasten “gaggelig” sind.

    Vor einiger Zeit ein neues Vivobook-Billigmodell eines Kd. auf dem Tisch gehabt. Die Tastatur hat sich schon bei scharfem Blick durchgebogen. Unterste Kanone. Dabei hat Asus mit der güldenen Färbung offenbar eine metallische Wertigkeit vortäuschen wollen.

  • Alf Gaida

    20.09.2019, 19:51 Uhr

    Zu den Qualitäten oder auch nicht vorhandenen Qualitäten des Pb pro möchte ich mich nicht groß äußern. Nur zur Phase der der Vorbestellungen nach langer Wartezeit. Innerhalb von 8 min waren alle Geräte weg, hab leider keins mehr abbekommen. Die erste reguläre Auflage ist wohl auch schon lange ausverkauft.

    Dabei ist es eigentlich wirklich egal, was das Teil kann, was es nicht kann, wie die Ausstattung von einzelnen Usern bewertet wird. Die Dinger sind bei vielen Leuten begehrt, die ein sehr preiswertes ARM64-Gerät in guter Ausstattung suchen, das nicht auf Android fixiert und total zugenagelt ist. Auch wenn die eigenen Erwartungen nicht wirklich erfüllt werden, lange wird man für ein Pinebook pro nicht nach einem Käufer suchen müssen.

    Mal sehen, wie die nächsten Auflagen werden – und vor allem, wie verfügbar diese sein werden.