Auslieferung des Librem 5 beginnt in Kürze

Auslieferung des Librem 5
Librem 5

Purism beginnt noch im September mit der Auslieferung des von vielen sehnsüchtig erwarteten Linux-Smartphones Librem 5. Dazu hat sich das Unternehmen einen iterativen Fahrplan ausgedacht, der eine weitere Verzögerung der Auslieferung verhindert.

Auslieferung des Librem 5

Wie der Hersteller von auf Sicherheit ausgelegter und die Privatsphäre achtender Hardware heute im Firmenblog mitteilt, beginnt die Auslieferung am 24. September 2019 und reicht bis ins vierte Quartal 2020. Dabei entscheiden die Vorbesteller zum Teil selbst, wann und somit auf welchem Entwicklungsstand sie das Librem 5 erhalten wollen.

In den nächsten Wochen erhalten die Vorbesteller eine E-Mail von Purism, die neben der Frage nach Adresse, gewünschtem Modem auch mitteilt, welcher Charge der Kunde derzeit zugeordnet ist. Diese richtet sich nach dem Datum der Vorbestellung. Hier kann der Kunde zustimmen oder ein späteres Datum wählen. In die dadurch frei werdenden Liefertermine können Kunden rutschen, die ihr Gerät gerne früher haben möchten als vorgesehen.

Verschiedene Entwicklungsstände

Dazu hat Purism sechs Chargen definiert, die bestimmte Entwicklungsstände darstellen und mit Codenamen aus dem Reich der Bäume versehen sind. Alle Chargen erfüllen die für Funkgeräte nötigen Zertifizierungen FCC und CE.

Sechs Etappen

Die erste Charge, die auf den Namen »Aspen« hört und vom 24. September bis zum 22. Oktober ausgeliefert wird, hat noch viele Ecken und Kanten. Sie entspricht der ersten Board-Revision und enthält alle zugesagte Hardware. Bei der Software kommt die erste Ausgabe der Kernanwendungen zum Zug, Verwaltung von Kontakten, einfaches Surfen im Web und ein noch unausgereiftes Energiemanagement.

Von Bastelgerät bis 2. Edition

Das Gehäuse ist individuell gefräst mit eventuell ungenauer Passform und unfertigen Schalterabdeckungen. Die Software kann beständig über den PureOS Store und über das Terminal aktualisiert werden. Dieser Auslieferungszustand ist wohl für absolute Enthusiasten und Ungeduldige gedacht und wird sich kaum als Daily Driver eignen.

Mit der zweiten Auslieferung »Birch« vom 29. Oktober – 26. November werden sich vermutlich bereits mehr Vorbesteller anfreunden können. Sie verspricht ein Board aus dem zweiten Fertigungsprozess, ein besser angepasstes Gehäuse und weiterentwickelte Software.

Das Librem 5 der 1. Charge

Die dritte Charge »Chestnut« soll vom 3. – 31. Dezember ausgeliefert werden und verspricht weitere Verbesserungen beim Gehäuse und bei der Software. Vom 7. Januar – 31. März ist die vierte Charge zu erwarten. Neben einem weiter verfeinerten Gehäuse verspricht sie zusätzliche Apps und ein Design-Update für den PureOS-Store.

Die fünfte Charge namens »Evergreen« umfasst als Auslieferungsdatum den Zeitraum des zweiten Quartals 2020 und verpackt das Librem 5 erstmals in sein serienmäßig hergestelltes Gehäuse und bringt ein langfristig unterstütztes Release der Software.

Die sechste und bisher letzte Auslieferungsphase »Fir« fällt in das vierte Quartal 2020 und enthält bereits eine im 14-nm Fertigungsprozess hergestellte zweite Auflage der CPU und ein neu entworfenes Gehäuse und entspricht somit einer zweiten Auflage des Librem 5.

Transparente Auslieferung

Purism hat hier offensichtlich aus der Not eine Tugend gemacht und dem Kunden die Wahl gelassen, wann er beliefert werden möchte. Auch wenn das für viele Kunden einer weiteren Verschiebung gleichkommt, vermeidet Purism die Verkündung einer solchen, die dem Projekt vermutlich einen Vertrauensverlust eingebracht und Rücktritte vom Kauf nach sich gezogen hätte.

Wie versprochen hält Purism den Pfad völliger Transparenz weiterhin ein. Jetzt hat der Kunde die Qual der Wahl. In Kürze erhalten die Vorbesteller E-Mail von Purism und können neben der Wahl des gewünschten Modems auch entscheiden, wann sie beliefert werden möchten. Meine Entscheidung ist gefallen: Ich möchte sofort beliefert werden und bestelle gleich noch ein Modell der letzten Charge dazu.

Kunden, die mit ihrer Bestellung auf die letzte Charge warten wollen, aber vorher ein neues Smartphone benötigen, bleibt als Alternative zur Überbrückung die Bestellung des PinePhone für rund 150 US-Dollar.

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