PineBook Pro wird ausgeliefert
PineBook Pro

Nach einigen Verzögerungen wird die erste Charge des Pinebook Pro der Firma Pine64 jetzt ausgeliefert. Zwei weitere Chargen sollen in den nächsten Wochen folgen. Weitere derzeit bei Pine64 in der Entwicklung befindliche Produkte sind das Smartphone PinePhone, das Tablet PineTab und die kürzlich angekündigte Smartwatch PineTime.

Auslieferung beginnt

Die jetzt angelaufene Auslieferung des Pinebook Pro wurde durch technische Probleme, schlechte Kommunikation und ein fehlendes Quäntchen Glück um einige Wochen verzögert. Neben den Unruhen in Hongkong, von wo das Pinebook versendet wird, zeigte die erste Charge nach der Produktion einige kleinere Probleme.

Probleme beseitigt

So produzierte das Gerät beim Ladevorgang ein pfeifendes Geräusch, dass in den lauten Produktionshallen nicht aufgefallen war. Nach Austausch einer kleinen Komponente war dieses Problem schnell behoben. Zudem startete das Gerät nicht mit entferntem Akku.

Weitaus zeitraubender war die Lösung eines Problems mit dem eMMC-Speicherchip, dem Bootmanager Uboot und dem mit dem Pinebook ausgelieferten Debian MATE, wie der Monatsbericht für Oktober im Detail erklärt. Nun sind die Probleme beseitigt und die Auslieferung an die Endanwender beginnt. Am Tag der Auslieferung der 2. und 3. Charge in wenigen Wochen soll auch die Vorbestellung wieder geöffnet werden.

Vorwiegend positives Echo

Zuvor hatten bereits Entwickler und Community-Mitglieder das Pinebook erhalten und berichten über ihre mehrheitlich positiven Eindrücke. Einige kleinere Probleme der Nach einigen Verzögerungen wird eine erste Charge des Pinebook Pro der Firma Pine64 jetzt ausgeliefert. Weitere Chargen sollen zeitnah folgen Vorserie betreffen den PCIe-NVMe-Adapter, genauer gesagt daran angeschlossene SSDs. Hier wird eine Liste kompatibler SSDs ins Auge gefasst. Zudem muss die Firmware für die Tastatur und das Trackpad überarbeitet werden, da sie unter Umständen die Eingabe verzögert.

Was ist drin?

Das Pinebook Pro ist ein in einer Magnesiumlegierung verpacktes 14-Zoll Notebook, das mit einem Rockchip RK3399 Prozessor mit Mali-T860 MP4 GPU ausgestattet ist. Es bietet ein 1080 IPS-Display, dass das Abspielen von Videomaterial in 4K@60Hz-Auflösung unterstützt. Des Weiteren verbaut Pine64 vier GByte LPDDR4-RAM und ein aufrüstbares eMMC-Modul mit 64 GByte Speicher. Im Pine64-Forum angemeldete Kunden sollen kostenfrei ein Update auf 128 GByte erhalten. Über den oben erwähnten optionalen Adapter wird der Betrieb von M.2-NVMe-SSDs ermöglicht.

Darüber hinaus stehen WLAN und Bluetooth 4.1 nach Standard 802.11ac, ein bootfähiger MicoSD-Einschub und jeweils ein USB 2.0 und 3.0 sowie ein Type-C-Port bereit. Letzterer beherrscht neben Power und Data auch HD Digital Video Out. Das Gerät wird durch eine 2-MP-Webcam, Mikrofon, Stereo-Lautsprecher und eine kombinierte Kopfhörerbuchse komplettiert. Das Notebook wird für 199 US-Dollar angeboten. Dazu kommen Steuern und Zollgebühren.

Pinebook Pro wird ausgeliefert

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Alle Kommentare
  • Uwe

    08.10.2019, 07:42 Uhr

    4 GB LPDDR4-RAM? Speichertakt?
    Nicht erweiterbar. Nix gut.

    Techn. Daten der CPU:
    Faltblatt (pdf)

    xxxps://www.icp-deutschland.de/out/media/categories/files/RockChip-info(1).pdf

    Hier ein kurzes “stilles” Unboxingvideo dazu.
    Das Gerät scheint m.Mn. tatsächlich nur für den engl. sprechenden (Tastatur) Massenmarkt konstruiert zu sein. Eben eine kleine Surfmaschiene.

    Black PineBook Pro Quick Unboxing

    https://www.youtube.com/watch?v=Sm4DEGP-qIE

  • axt

    08.10.2019, 08:27 Uhr

    “Laute Produktionshallen”…mir kommt es eher vor, als wenn da zwei Leute was zusammenbasteln (hätten vll. mal die Kofferheule leiser stellen sollen), allein schon wegen der “nächsten Charge in wenigen Wochen”.

    Man stelle sich vor, man hat endlich so ein lang erwartetes Teil bekommen und stellt die “kleinen technischen Probleme” fest (daß bspw. das NB ohne Akku nicht startet, muß sofort auffallen, die “kleine Komponente” der Pfeifstory ist sicherlich ein Elko, klein klingt da niedlich und easy, aber sowas ist üblicherweise oberflächengelötet, daher auch nicht mal eben in Handarbeit zu beheben). Also darf man es zur Reparatur nach China zurücksenden, wenn das überhaupt möglich ist, problemlos mit Sicherheit nicht.

    Alles gut gewollt und äußerst schlecht gekonnt.

    Die “Unruhen in Hongkong” halte ich zudem bei dieser Sache für vorgeschützt. Das sind Chinesen, keine , da wird trotz Demonstrationen (die richten sich ja gegen die von Peking eingesetzte Stadtregierung, nicht gegen die Wirtschaft) gearbeitet, Verpflichtungen nachgekommen.

  • axt

    08.10.2019, 08:30 Uhr

    > Das sind Chinesen, keine

    Da hat es “mag jeder selbst einsetzen” verschluckt.

  • tuxnix

    08.10.2019, 13:45 Uhr

    Pine64 hat sehr flache Strukturen. Es scheint zur Philosophie zu gehören, schnell eine erste Marge zu produzieren sie an einen sehr kleinen Kreis zu verteilen und dann nachzubessern.
    Chromebooks sind eine beliebte Geräteklasse. Gut, dass es das jetzt auch mit richtigem Linux gibt.
    Da hat Pine64 etwas geschaffen was etablierte Hersteller uns vorenthalten haben.

  • Zsolt

    08.10.2019, 17:36 Uhr

    Ich finde es voll gut, zumal 4 gab RAM mit ein schlankes Desktop wie xfce oder Mate völlig reicht und ISP Bildschirm mit 1080P für den Preis nirgendwo gibt.
    Überhaupt ein ARM Linux Lapidar für den Preis finde ich ziemlich cool. Am liebsten würde ich das komplette Ökosystem mit dem Smartphone und der Uhr hinstellen,
    falls das Gerät zum testen da ist bitte über die Akkulaufzeit und dem vormfaktor der Name ssd berichten, m.2 2242 ?
    Danke für den Bericht und Gruß

  • axt

    08.10.2019, 22:33 Uhr

    Wer sagt eigentlich, daß der M.2-Adapter intern sein muß? Vielleicht stellt man plötzlich fest, daß kein Platz dafür bemessen worden ist, und er baumelt workaround draußen am Notebook herum. 😀

  • tuxnix

    08.10.2019, 23:37 Uhr

    Sieht doch ganz nach einem Einbauteil aus.
    https://store.pine64.org/?product=pinebook-pro-m-2ngff-nvme-ssd-interface-adapter

    • Ferdinand Thommes

      08.10.2019, 23:47 Uhr

      Ist es auch. Leider sind einige M.2 Sticks wohl zu dick und drücken beim einschieben das Trackpad aus seiner Halterung. Demnächst soll eine Liste kompatibler SSDs folgen.

  • bullgard4

    13.10.2019, 04:43 Uhr

    Die Firma, die das Pinebook entwickelt und ausgeliefert hat, heißt wohl »Pine Microsystems, Inc.« und nicht »Pine64«: https://en.wikipedia.org/wiki/Pine_Microsystems (abgerufen 2019-10-13) schreibt: “… Although the original Kickstarter page mentioned a company called “Pine64 Inc.”, all devices are manufactured and sold by Pine Microsystems Inc. based in Fremont, California.”