Purism verbessert die Sicherheit beim Librem 14

Librem 14
Librem 14 Kill-Switches | Bild: Purism | Lizenz: CC-by-SA 4.0

Anfang des Monats stellte Purism mit dem Librem 14 sein neuestes Linux-Notebook vor und ersetzte damit das bisherige Librem 13. Allen Notebooks und dem noch in diesem Jahr erwarteten Librem 5 gemeinsam sind besondere Sicherheitsmechanismen.

Hardware-Kill-Switches

Dazu gehören neben dem abgesicherten Bootprozess PureBoot auch die über der Tastatur angebrachten Kill-Switches zur sofortigen Abschaltung von Komponenten. Diese Hardware-Schalter unterbrechen bei Notebooks den Stromkreislauf für WLAN und Bluetooth sowie für Webcam und Mikrofon. Beim Librem 5 können zusätzlich das Baseband Modem und in einem Lockdown-Modus auch sämtliche Sensoren deaktiviert werden.

Schreibschutz fürs BIOS

Für das Librem 14 hat Purism das Konzept nochmals erweitert. Dazu wurde auf dem Mainboard ein Schalter integriert, der einen Schreibschutz für das BIOS und für EC-Flash Chips bietet. In Verbindung mit PureBoot muss ein Angreifer bei eingeschaltetem BIOS-Schutz somit zusätzlich das Gehäuse öffnen, um das BIOS zu manipulieren.

Alle Mikrofone blockiert

Jetzt wurde der Kill-Switch für Kamera und Mikrofon erweitert. In Zeiten von Corona sind für viele von uns häufige Video-Chats und -Konferenzen zur Normalität geworden und somit verbleiben beispielsweise Headsets gerne mal nach Ende einer Videoschaltung im Gerät eingesteckt. Der verbesserte Hardwareschalter des Librem 14 umfasst jetzt neben dem Mikrofon der Webcam auch Mikrofone, die an der Kopfhörerbuchse hängen. Die Audiofunktion wird davon nicht beeinträchtigt.

Ausbaufähig

Das Librem 14 kann noch bis zum 7. August mit einem Preisvorteil von 300 US-Dollar vorbestellt werden. Die Auslieferung soll ab Oktober beginnen. Es verfügt über eine Intel Core i7-10710U CPU und kann jetzt bis zu 64 GByte RAM verwalten. Zwei M.2-Steckplätze erlauben SATA- und NVMe-SSDs mit bis zu je 2 TByte, wovon ein Steckplatz mit einer 250 GByte fassenden SATA-SSD bestückt ist.

Zwei externe Monitore

Das matte 14-Zoll 1080p ISP-Display sitzt in einem Gehäuse mit sehr schmalem Rahmen, wodurch das Gerät kaum größer ist wie der Vorgänger. Es können zwei Monitore per HDMI und USB-C angeschlossen werden. Auf vielfachen Kundenwunsch ist zudem wieder eine Gigabit-Ethernet-Karte mit RJ45-Steckverbindung verbaut.

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