Vom Rest das Beste – Woche 14

Vom Rest das Beste – Woche 14
Vom Rest das Beste

In der durch Ostern verkürzten Woche 14 bleiben wieder viele interessante Nachrichten liegen, die jetzt im Schnelldurchlauf gewürdigt werden sollen.

Linux 5.12 kommt vermutlich in einer Woche

Bei der Entwicklung von Linux 5.12 trat wieder etwas Ruhe ein, Linus Torvalds freute sich über einen im Vergleich zum rc5 wirklich kleinen rc6. Somit könnte der heute Abend erwartete rc7 der letzte Release-Candidate dieses Zyklus sein. Die Entwickler von KDE neon haben das Ende der Plasma LTS Edition zum 1. Juli 2021 verkündet. KDE Plasma insgesamt machte in dieser Woche weitere Fortschritte in Richtung Wayland, indem die Activities nun mit nur noch geringen Abstrichen mit dem neuen Display-Protokoll nutzbar sind. Zudem wurde KDE Frameworks 5.81 veröffentlicht.

MX Linux 19.4

Ruhig war es in dieser Woche bei den veröffentlichten Distributionen. Hier fiel lediglich das Debian-basierte MX Linux 19.4 auf, das nach der Bereitstellung einer Version für den Raspberry Pi im Februar nun im Rahmen der Modellpflege die angebotenen Desktop-Umgebungen Plasma und Xfce aktualisiert und die Pakete auf den neuesten Stand gebracht hat.

Signal mal gut, mal weniger gut.

Der Messenger Signal sorgte in der vergangenen Woche zweimal für Nachrichten, einmal positiv und einmal eher nicht. Vor einem Monat hatte ich über den veralteten Server-Code von Signal auf GitHub berichtet. In dieser Woche wurde der seit einem Jahr nicht mehr aktualisierte Code nun auf den neuesten Stand gebracht. Signal-Erfinder Moxie Marlinspike hat inzwischen eine Erklärung für den lange nicht aktualisierten Code veröffentlicht.

Nicht so positiv wird der Plan von Marlinspike gesehen, den Messenger mit einem eigenen Bezahldienst auszustatten, der die Kryptowährung MobileCoin (MOB) als Zahlungsmittel verwenden soll. Ein erster Test findet derzeit in Großbritannien statt. Dazu können Anwender ihr MobileCoin-Wallet in die Signal-App einbinden und Zahlungen über den Messenger vornehmen. Der bekannte Sicherheitsexperte Bruce Schneier nennt dies in seinem Blog »eine denkbar schlechte Idee«. Das Hinzufügen einer Kryptowährung zu einer Ende-zu-Ende-verschlüsselten App »trübt die Moral des Produkts« und lädt laut Schneier »alle Arten von staatlichen Ermittlungen und regulatorischen Einmischungen« ein.

Aktualisierte Apps

Bei den Apps gab es mit Thunderbird 78.9.1 ein weiteres Bugfix-Release, das unter anderem auch drei Sicherheitslücken schließt. Der Libinput X.Org-Treiber für Eingabegeräte erreichte die stabile Version 1.0. Von X.Org wird im Git nun Unterstützung für Hardware-beschleunigtes XWayland mit NVIDIA-Grafikkarten geboten. Das Problem dabei ist, das es keinen absehbaren Termin für die Veröffentlichung von X.Org Server 1.21 gibt. Das führte bereits dazu, dass die Fedora-Entwickler XWayland aus X.Org herausgelöst und als eigenständiges Paket veröffentlicht haben.

FFmpeg wurde in Version 4.4 freigegeben und bringt neben der Hardware-basierten Unterstützung für AV1- und VDPAU-beschleunigter HEVC- und VP9-Dekodierung viele weitere neue Decoder. Die Planung für Debians jährliche Entwicklerkonferenz DebConf hat begonnen. Die traditionell im 3. Quartal abgehaltene Konferenz wird auch in diesem Jahr online stattfinden, da eine verlässliche Planung für ein reales Treffen derzeit nicht möglich ist.

Gut abgehangen

Aus der Ecke »gut abgehangen« stammt eine Nachricht über den Schriftsteller George R.R. Martin, der als Autor der Romanvorlage Song Of Ice And Fire für die Fernsehserie Game of Thrones weltweit bekannt wurde. Wie ein Artikel auf TechCrunch berichtet, schreibt Martin seine Werke mit der 1987 veröffentlichten Textverarbeitung WordStar 4.0 unter DOS. Ihm komme dabei unter anderem entgegen, dass Wordstar über keinerlei Rechtschreibprüfung oder Autokorrektur verfügt.

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