Neptune 7.5

Neptune 7.5 »Ada«: Debian Stable mit Linux 5.18

Neptune ist eine GNU/Linux Distribution für den Desktop, die fast vollständig auf Debian Stable aufsetzt, jedoch einen neueren Kernel sowie erweiterten Hardwaresupport mit sich bringt. Das jetzt freigegebene Neptune 7.5 »Ada« ist die erste Wartungsausgabe der Neptune 7 Serie. Es basiert auf Debian 11.4 »Bullseye«, bringt aber den aktuelleren Kernel 5.18 für bessere Hardwareunterstützung aus dem Debian Backports-Repository.

Etwas angestaubter KDE-Desktop

Neptune kommt mit KDE Plasma als Desktop, der in Version 5.20.5 ausgeliefert wird. Auch die anderen Komponenten des KDE-Stack sind mit KDE Frameworks 5.78 und KDE Gear 20.12.2 gut abgehangen und sollten deshalb besonders stabil sein. Anstelle des KDE-Panel lässt sich im Hauptmenü Latte-Dock starten. Leider fehlt diesem hervorragenden Dock derzeit ein Maintainer. Anstatt dem häufig als Standard-Browser anzutreffenden Firefox kommt bei Neptune Chromium 104 zum Einsatz, Thunderbird steht bei v91.12.

Timeshift

Neu bei Neptune 7.5 ist ein vorinstalliertes Timeshift, um System-Abbilder zu erstellen, mit denen sich das System wiederherstellen lässt, auch wenn es nicht mehr startet. Die Entwicklung von Timeshift wurde vor einiger Zeit von Linux Mint übernommen, nachdem der ursprüngliche Autor keine Zeit für die Pflege mehr hatte. Seither ist Timeshift bereits in einige Distributionen aufgenommen worden.

Persistenz auf USB

Noch in der Beta-Phase steckt eine App namens persistent creator, die auf USB-Sticks eine Overlay-Partition anlegt, die Persistenz erlaubt. Wo wir schon bei USB sind: mit einigen Kernel Tweaks wurde der Durchsatz beim Kopieren von Dateien auf USB-Datenträger beschleunigt und das gesamte System etwas flüssiger gemacht. Einige Anpassungen am Terminal machen das Arbeiten dort etwas komfortabler. Für Vim wird das airline Design integriert, um eine etwas konsistentere Oberfläche für das Terminal im Powerline Design zu bieten.

Das rund 2,5 GByte große Abbild für 64-Bit ist am Ende der Release Note zu finden. Bestandsanwender nutzen das Debian-Paketmanagement zur Aktualisierung.

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