Unterm Weihnachtsbaum: BenQ Screenbar
Quelle: BenQ

Ich erhalte häufig Anfragen von Hardwareherstellern, ob ich nicht deren Produkte testen und darüber berichten möchte. In den meisten Fällen lehne ich dies ab. Für den Screenbar von BenQ habe ich eine Ausnahme gemacht.

Ergonomie am Arbeitsplatz

Je mehr Zeit wir zu Hause oder auf der Arbeit am Schreibtisch verbringen, desto wichtiger ist die Ergonomie des Computerarbeitsplatzes. Ein wichtiger Teil davon ist die Beleuchtung, denn unsere Augen sind beim Arbeiten am Bildschirm stark gefordert.

Eine Schreibtischlampe sollte den Monitor gleichmäßig ausleuchten. Der Screenbar von BenQ erfüllt dieses Kriterium, indem sie nicht auf dem Schreibtisch steht, sondern direkt auf dem Monitor angebracht wird.

Der Karton, in dem der BenQ Screenbar angeliefert wird, enthält drei Teile. Neben der 45 cm langen Lichtschiene aus Aluminium befanden sich der gewichtige Befestigungsmechanismus und ein rund 1 m langes USB-Kabel in der Verpackung. Letzteres deutet bereits an, wie die Lampe mit Energie versorgt wird.

Gute Verarbeitung

Beim Auspacken vermitteln Lampe und Halter haptisch eine gute Wertigkeit. Der Screenbar ist in wenigen Augenblicken zusammengebaut, denn der Haltemechanismus, der durch ein Gewicht an der Rückseite die Lampe auf dem Monitor fixiert, wird einfach nur aufgesteckt. Nach dem Verbinden mit einem USB-Kabel ist die Lampe bereit.

Der Screenbar kann auf Monitoren von 1 bis 3 cm Dicke angebracht werden. Oben auf der Lichtschiene sind vier Sensorschalter zur Bedienung angebracht. Links von der Halterung lassen sich Helligkeit und Lichttemperatur stufenweise anpassen, rechts davon lässt sich neben dem Einschalter der automatische Umgebungslichtsensor einschalten.

Breiter Abstrahlwinkel

Bei mir sitzt der Screenbar auf einem fast rahmenlosen 27-Zoll Hauptmonitor. Links daneben steht noch mal der gleiche Monitor, davor ein Notebook. Die Lampe leuchtet den Monitor und die davor stehende Tastatur aus und erfasst zudem die Tastatur des etwas schräg stehenden Notebooks vor dem zweiten Display. Die Lampe ist in ihrem Abstrahlwinkel justierbar, kann also mehr zum Bildschirm hin oder davon weg gedreht werden, ohne dass die LEDs selbst störend ins Blickfeld rücken.

Spezifikation

Als Lichtquelle nutzt die Screenbar Dual Color LEDs, die eine Leuchtdichte von 1.000 Lux aufweisen, der Farbwiedergabeindex liegt je nach Farbtemperatur zwischen 82 und 87 Ra. Die Farbtemperatur ist zwischen 2700 und 6500 Kelvin von warm über neutral bis kaltweiß einstellbar. Die Leuchtdauer der LEDs wird mit 50.000 Stunden angegeben.

Webcam huckepack

Für mich war wichtig, dass ich meine Webcam weiterhin mittig auf dem Monitor platzieren konnte. Im Fall meiner Logitech HD 720p funktioniert das einwandfrei. Bei anderen Modellen verrät ein Blick auf den Haltemechanismus der Webcam, ob das funktioniert.

Wenig Kritik

Ich nutze den BenQ Screenbar nun seit einer Woche und muss sagen, dass er die vorher schon nicht schlechte Beleuchtungssituation an meinem Heimarbeitsplatz weiter optimiert hat. Die Ausleuchtung ist gleichmäßig und blendfrei. Die Lampe ist optisch unauffällig, der Stellplatz der bisherigen LED-Lampe mittig hinter den Monitoren ist frei geworden. Mein einziger Kritikpunkt betrifft den dimmbaren Bereich, der für mich nach unten etwas weiter sein dürfte.

Kein Schnäppchen

Die BenQ Screenbar ist mit derzeit 92 Euro plus fast 12 Euro Versandkosten kein Schnäppchen, für mich wegen des ergonomischen Zugewinns und der guten Verarbeitungsqualität aber den Preis wert. BenQ hat mir die Screenbar freundlicherweise zum Verbleib überlassen. Wer kurz vor den Feiertagen für sich selbst oder jemand anderen ein sinnvolles Geschenk sucht, wird mit der Screenbar von BenQ einen guten Griff tun. Ein YouTube stellt die Lampe näher vor, bestellt werden kann sie bei Amazon.

Unterm Weihnachtsbaum: BenQ Screenbar

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Alle Kommentare
  • bullgard4

    17.12.2019, 17:51 Uhr

    Schönes Ding! -Könnte im Laufe der Zeit bitte noch etwas billiger werden.
    Das Wort vor “1000 lx” würde ich »Beleuchtungsstärke« nennen.

    • Ferdinand Thommes

      17.12.2019, 18:01 Uhr

      Ich denke, mit den jeweiligen Fachbegriffen liegt man besser, da man diese, wie hier geschehen, verlinken kann und der interessierte Leser somit tiefer in die Materie eintauchen kann. Es gibt solche Screenbars von NoName-Herstellern bereits ab rund 30 Euro. Über deren Qualität kann ich aber nichts sagen.