Ubuntu 17.10 GNOME Shell

Screenshot: FThommes

Erst vor wenigen Tagen erschien GNOME 3.26, doch bereits jetzt sind alle relevanten Pakete daraus bei Ubuntu im Archiv. Die besondere Eile ist dem Umstand geschuldet, dass Ubuntu 17.10 Artful Aardvark am 19. Oktober mit GNOME 3.26 als Desktop-Umgebung erscheint. Es ist dies das erste Mal seit einigen Jahren, dass Ubuntu den Desktop wechselt. Canonical steht hier unter starkem Erfolgsdruck. Viele der Ubuntu-Releases der letzten Zeit waren an Langeweile kaum zu überbieten. Das lange angekündigte Unity 8 gab es lediglich als unfertige technische Vorschau.

Notbremse gezogen

Im Frühjahr zog Mark Shuttleworth dann die Notbremse und stampfte neben Ubuntu Touch auch gleich Unity und Mir für den Desktop ein und entschied sich für GNOME als Ersatz. In einem guten halben Jahr den Desktop zu wechseln und dazu noch auf das gerade ein paar Wochen alte Release 3.26 und obendrein Wayland als Standard zu setzen, erfordert Mut und nötigt Achtung ab wenn es denn gelingt.

GNOME 3.26 und Kernel 4.13

Wie Ubuntu-Desktop-Manager Will Cooke in seinem wöchentlichen Statusbericht vor zwei Tagen erklärte, ist das Team im Bugfixing-Mode und dabei, die Einstellungen für die Erweiterung Dash to Dock in den neuen Einstellungsdialog Settings von GNOME 3.26 einzubauen. Als Unterbau erhält Ubuntu 17.10 einen Kernel aus der Baureihe 4.13. Am 28. September erscheint die einzige Beta-Version vor der endgültigen Veröffentlichung. Aber auch jetzt schon lohnt sich ein Blick auf die fast täglich frisch gebauten Images, die bereits einen Blick auf GNOME 3.26 erlauben. Bis jetzt sieht das Gebotene zumindest vielversprechend aus.

Anwender, denen die leicht angepasste GNOME-Version, die Ubuntu 17.10 ausliefern wird, nicht gefällt, sollen mit wenigen Handgriffen auf ein Standard-GNOME-Release ausweichen können. Das bisher immer ausgelieferte Ubuntu-GNOME-Release wird allerdings nicht mehr ausgeliefert.

 

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Alle Kommentare
  • der_bud

    18.09.2017, 07:41 Uhr

    Es scheint wirklich als ob die Verbindung von Ubuntu und Gnome beiden gut tun könnte. Es ist auf jeden Fall ein richtiger Schritt, Erweiterungen wie Dash to Dock (Tipp: besser Dash to Panel) und Tweaks von vornherein mit auszuliefern. Das Bedienkonzept von Gnome wird in letzter Zeit wieder Standardkonformer, als eingefleischter Benutzer anderer Desktopumgebungen hat man jetzt gar nicht mehr so viel zu meckern 😉