Elisa

Bild: M. Gallien

 

Elisa ist das Projekt des französischen Entwicklers Matthieu Gallien, der einen einfachen und modernen Music Player für die KDE-Plattform erstellen will. Zwar hat sich Amarok im September wieder zu Wort gemeldet und die Portierung auf Qt 5 scheint voranzugehen, jedoch ist die Situation, was Music- Player unter KDE betrifft, allgemein eher trostlos. Elisa will auch nicht Amarok beerben. Der Schwerpunkt soll eher auf dem Abspielen von Musik als der umfassenden Verwaltung der Musiksammlung liegen. Nach der offiziellen Vorstellung des Projekts im April legt Gallien jetzt eine erste Alpha-Version vor.

Qt 5 und modernes Design

Gallien hatte sich zunächst nach einem Design für die Oberfläche umgesehen. Dabei wurde er bei der  KDE-Visual-Design-Group (VDG) und dem Music-Player-Design von Andrew Lake fündig. Dieses hat er in groben Zügen übernommen. Am Kopf des Players dominiert eine breite Fläche, die das derzeit gespielte Stück präsentiert. Darunter folgt eine Dreiteilung mit der Musiksammlung links, den Covern des aktiven Verzeichnisses in der Mitte und der Playlist rechts.

Der technische Unterbau basiert aufQt 5, Qt Quick, KDE Frameworks 5, Baloo und KfileMetaData. Neben Baloo soll auch ein externer Indexer zum Zug kommen können. Derzeit gibt es dazu allerdings keine Einstellmöglichkeit.

Quelltext, Binärpakete oder Flatpak

Elisa ist derzeit als Binärpaket bei Fedora im COPR, bei KDE Neon und im AUR bei Arch Linux zu finden. In Fedora muss dazu zunächst das COPR-Repository eingebunden werden. Die beiden Befehle dnf copr enable eclipseo/elisa und dnf install elisa führen hier zum Ziel. Allerdings wollte Elisa in einer VirtualBox mit Fedora 27 nicht starten.

Mehr Erfolg hatten wir mit dem Flatpak, das stolze 296 MByte auf die Waage bringt. Zur Installation von Elisa sind hierbei drei Befehle erforderlich:

flatpak remote-add --if-not-exists flathub https://flathub.org/
repo/flathub.flatpakrepo

flatpak remote-add --if-not-exists kdeapps --from 
https://distribute.kde.org/kdeapps.flatpakrepo

flatpak install kdeapps org.kde.elisa

Eingeschränkte Einsatzmöglichkeiten

Die Einsatzmöglichkeiten dieser ersten Alpha-Version sind naturgemäß noch limitiert, jedoch zu einem ersten Eindruck und für Bug-Hunting reicht es aus. Es fehlt noch an Stabilität und Konfigurationsmöglichkeiten. Die derzeit einzige Option ist das Einlesen der Sammlung, die aber derzeit noch auf das Standard-Verzeichnis »Music« im Home des Anwenders beschränkt bleibt. Die Schaltfläche zur Auswahl weiterer Verzeichnisse bewirkte bei uns nichts.

Trotzdem lässt sich bereits jetzt sagen, dass Elisa ein interessanter Player im angenehmen Design sein wird. Als Nächstes stehen weitere Alpha-Versionen sowie eine Durchsicht durch das KDE-Review-Board an. Der Quellcode steht bei KDE zur Verfügung, die weitere Entwicklung des Projekts kann im Phabricator verfolgt werden.

Elisa: Neuer Music-Player für KDE

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Alle Kommentare
  • Holger Keil

    26.12.2017, 11:59 Uhr

    Hi. In KDE Neon ist Elisa nicht im Repository!
    Es sei denn, es gibt außer dem Offiziellem nuch ein inoffizielles Repo.

    • Ferdinand Thommes

      26.12.2017, 12:02 Uhr

      Als ich die News dazu schrieb, war Elisa zumindest in KDE Neon Developer Unstable.