Erster Librem 5 Statusbericht erschienen

Librem 5 Statusbericht
Bild: Puri.sm

 

Gestern veröffentlichte die Firma Purism den erste Statusbericht zum Linux-Smartphone Librem 5, dem künftig wöchentlich weitere Berichte, alternierend zur Technik und Betriebssystem und Design des Linux-Smartphones folgen sollen. Das im November schwarmfinanzierte Linux-Phone soll Anfang 2019 erscheinen. Für Vorbesteller und Interessierte enthält der Bericht eine beruhigende Nachricht.

Doch von vorne. Zunächst geht es in dem Bericht um das Team. Aus über 100 Bewerbern wurden 15 neue Mitarbeiter bei Purism eingestellt. Dieses Team bildet den Kern der Entwicklung, der von verschiedenen Communities wie etwa GNOME, KDE, Matrix, Nextcloud und Monero ergänzt wird.

i.MX8 gewinnt

Doch nun zur guten Nachricht: Viele der Vorbesteller und andere Interessierte waren besorgt, das Librem 5 könnte mit einem SoC der Baureihe i.MX6 anstatt dessen Nachfolger i.MX8 erscheinen. Der i.MX6 ist mittlerweile bereits einige Jahre alt und wäre für ein Smartphone für rund 600 Euro leistungsmäßig nicht angemessen. Sein großer Vorteil ist der freie Etnativ-Treiber, der mit dem Vivante-Grafikchip des i.MX6 zusammenarbeitet.

Die Baureihe i.MX8 schwebte bis vor kurzem in einem Vakuum, war sein Erscheinen doch bereits mehrfach verschoben worden und zu guter Letzt war nicht klar, ob und wann er erscheinen würde. Das änderte sich erst in den letzten Wochen während der Elektronikmesse CES in Las Vegas. Dort gab Hersteller NXP die baldige Verfügbarkeit bekannt und veröffentlichte eine erste Dokumentation. Vorserienmodelle sollen noch im ersten Jahresquartal verfügbar werden.

ARM64 als Architektur

Die ersten Tests auf einem Prototypen-Board finden allerdings in Ermangelung des i.MX8 derzeit noch mit der stärksten i.MX6-Variante Quadplus statt. Dabei stellte sich heraus, dass sowohl der Leistungsbedarf als auch die Hitzeentwicklung bei i.MX6 für ein Smartphone zu hoch waren. Also wird zur Freude der Unterstützer mit ziemlicher Sicherheit eine Variante des i.MX8 das Librem 5 motorisieren. Der Chip kann 1 – 4 Kerne haben, die  eine Kombination der Architekturen ARM Cortex-A72 und Cortex-A53 nutzen. Softwareseitig setzt das Purism-Team auf  AARCH64 aka ARM64, ein Build-Server für die Architektur steht bereit.

Community-Beteiligung

Die Grundlage des Betriebssystems bildet das hauseigene PureOS, die notwendigen Anpassungen werden von Entwicklern und den Communities von GNOME und KDE/Plasma beigetragen, während Zusatzdienste von Nextcloud und Monero angedacht sind. Derzeit bootet das System einen Mainline-Kernel in eine grafische Wayland-Umgebung. Dabei werden derzeit Displays verschiedener Hersteller getestet.

Purism hat seit November mit über 80 Herstellern in  Asien, Europa und den USA gesprochen, die für die endgültige Herstellung der Geräte in Frage kommen. Im Februar und März sollen einige der Kontakte bei einer Besichtigung der Produktionsstätten vertieft werden.

 

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