KDE Connect 1.3

Screenshot: ft

KDE Connect verbindet unter Plasma und mittlerweile auch unter GNOME Mobilgeräte mit Android- oder Blackberry-Betriebssystem mit Desktops am PC oder Notebook und ermöglicht den Austausch von Benachrichtigungen, Dateien und URLs zwischen den Geräten. Seit der ersten Veröffentlichung im Jahr 2016 ist viel passiert. Jetzt kommt mit KDE Connect 1.3 unter anderem die direkte Anbindung an den GNOME-Dateimanager Nautilus.

Vielseitig einsetzbar

Mit KDE Connect lassen sich auf einfache Weise Daten mit mobilen Geräten austauschen, Benachrichtigungen vom Smartphone am Desktop anzeigen und SMS von dort beantworten. Browser-Links können vom Desktop an das Smartphone gesendet zu werden. Bei Anrufen wird die Lautstärke von Musik oder Videos am Desktop herunter geregelt und hinterher wieder angehoben. Ist das Smartphone gerade verlegt, lässt es sich vom Desktop aus anklingen. Zudem können die Inhalte von Zwischenablagen ausgetauscht werden.

Einbindung in Nautilus

KDE Connect konnte bisher schon unter anderen Desktop-Umgebungen wie GNOME, Xfce, Unity und Pantheon genutzt werden. Allerdings war die Integration in die jeweilige Umgebung nicht nahtlos. Mit KDE Connect 1.3 ändert sich das zumindest für GNOME, da die Anwendung direkt in das Kontextmenü von Nautilus eingebunden wird. Mit der Erweiterung lassen sich einfach Daten aus dem Dateimanager an das Smartphone senden.

Auch auf der Kommandozeile zu Hause

Bereits bisher gab es die externe Anwendung Gsconnect, die ab GNOME 3.24 eine komplette Einbindung von KDE Connect in die GNOME-Shell ermöglichte.  KDE Connect 1.3 ermöglicht zudem die Handhabung von tel:-Links und die Unterstützung von Covern von Musik-Alben und -CDs mittels MPRIS. Mit der Kommandozeilenanwendung kde-conncet-cli lassen sich  jetzt mehrere Dateien gleichzeitig versenden.

Befehlsausführung

Eine wenig bekannte Funktion ist bereits länger implementiert: Befehle auf dem Desktop eingegeben, lassen sich jederzeit vom Smartphone aus ausführen. Zum Beispiel kann ein Shutdown-Befehl erstellt werden, um den PC auszuschalten, ohne überhaupt im gleichen Raum zu sein. Auch Bash- oder Python-Skripte funktionieren auf diese Art und Weise.

Ausblick

Mit dem Anfang Juni erwarteten Plasma 5.13 kann KDE Connect Plasma Vaults steuern. Wenn Du beispielsweise vergessen hast, eine oder mehrere Vaults zu schließen bevor Du in eine Besprechung geht, so kannst Du das von einem mobilen Gerät aus nachholen. Die nötigen Einstellungen werden in KDE Connect vorgenommen.

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Alle Kommentare
  • tuxflo

    10.04.2018, 20:30 Uhr

    Ich kann gar nicht sagen, wie sehr ich dieses Tool liebe!
    Neulich klingelte irgendwo in der Wohnung spät abends mein Telefon und ich konnte den Anruf mit einem einzigen Klick von meinem Rechner aus stummschalten… Einfach nur großartig.

    • Ferdinand Thommes

      10.04.2018, 21:07 Uhr

      Nutzt du das unter KDE? Ich finde es da immer noch am ausgereiftesten. Ich teste zwar beruflich immer auch andere Umgebungen, aber KDE bzw. Plasma nutze ich seit KDE 2 ausschliesslich als tägliches Arbeitssystem.

  • Plasma Vault bald mit Offline-Modus | linuxnews.de linuxnews.de

    14.04.2018, 10:56 Uhr

    […] dem Anfang Juni erwarteten Plasma 5.13 kann KDE Connect Plasma Vaults steuern. Wenn Du beispielsweise vergessen hast, eine oder mehrere Vaults zu […]