Debian 8.11

Bild: Debian | Quelle Mohd Sohail | Lizenz: CC BY-SA-2.0

Mit der Freigabe von GNU/Linux Debian 8.11 beschert das Debian-Projekt dem mittlerweile als Oldstable bezeichneten Debian 8 »Jessie« eine letzte Aktualisierung, wie in den Debian News nachzulesen ist. Das Punkt-Update akkumuliert die Sicherheits-Advisories der letzten Zeit und korrigiert einige kleinere Fehler. Somit können Installationen, die noch nicht auf Debian 9 angehoben werden können, ein letztes Mal auf den aktuellen Sicherheitsstand gebracht und von Fehlern befreit werden.

Debian 8.11 als letztes Update

Das Update korrigiert insgesamt Fehler in 40 Paketen, darunter den Kernel und den Debian-Installer. Zudem wurden 131 Security-Advisories akkumuliert. Insgesamt zehn Pakete wurden entfernt, die entweder kaputt sind oder keine Sicherheitsunterstützung mehr haben. Aus diesem Grund wurde beispielsweise die webbasierte Projektmanagementsoftware Redmine entfernt.  Youtube-dl wurde wegen Änderungen der API herausgeworfen, die Nvidia-Graphics-Module wegen Lizenzproblemen.

Nicht alle DSAs integriert

Bei den Security-Advisories sind DSA 3746, DSA 3944, DSA 3968, DSA 4010, DSA 4014, DSA 4061, DSA 4075, DSA 4102, DSA 4155, DSA 4209 und DSA 4218 für einige Architekturen aus technischen Gründen nicht enthalten. Vom Release-Team konnte ich erfahren, dass der Grund dafür ist, dass sich das Paket auf den entsprechenden Architekturen nicht bauen lässt (FTBS, fails to build from source). Normalerweise wären diese DSAs überhaupt nicht inbegriffen, wenn sie nicht auf allen Architekturen bauen. Da dies aber das letzte Update für Debian 8 ist, wollten die Entwickler so viel wie möglich an Korrekturen hineinpacken.

Aktualisierung empfohlen

Anwender, die ihre Distribution regelmäßig aktualisieren werden die Änderungen von Debian 8.11 bereits installiert haben. Ansonsten können diese über das Paketmanagement eingespielt werden. Zudem werden in den nächsten Tagen frische Installationsmedien von Debian 8.11 für eventuelle Neuinstallationen zur Verfügung gestellt. Anwender, die dazu in der Lage sind, sollten auf Debian 9 »Stretch« aktualisieren. Die nächste Version Debian 10 »Buster« wird in etwa einem Jahr erwartet.

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Alle Kommentare
  • 🏳️‍🌈 GwenDragon ♀

    🏳️‍🌈 GwenDragon ♀

    25.06.2018, 09:31 Uhr

    @RocknRolf1 Wird auch Zeit, dass die Leute auf 9.x umsteigen.

    • Ferdinand Thommes

      25.06.2018, 10:38 Uhr

      Im privaten Bereich gibt es – außer bodenloser Faulheit – nur wenig Gründe, mit Oldstable zu arbeiten. Im Unternehmensumfeld sieht das ganz anders aus. Da sind die drei Jahre, seit Jessie freigegeben wurde, oft nicht ausreichend. Aus diesem Grund hat Debian ja LTS eingeführt, um in diesem Fall Jessie noch bis 2020 ohne weitere offizielle Punkt-Updates zu pflegen.

  • Nick

    26.06.2018, 19:04 Uhr

    Nun ja das viele gewissermaßen auf Oldstable und Versionen davor beharren, hat ja nach wie vor religiöse bzw. ideologische Gründe. Es geht dabei oftmals nur um Systemd, und die mangelnde Bereitschaft für Neuerungen. Sicherlich ist Systemd anfangs auch nicht perfekt gewesen, aber hat sich trotz Unmengen an FUD gut entwickelt. Vieles an Kritik traf zum einen nie zu, und ist zum anderen heute gar nicht länger zutreffend. Habe selbst überwiegend nur positive Erfahrungen damit.

    Und auf Debian-Buster freue ich mich ganz besonders.

    1) Endlich wird Wayland Standard.
    2) Auch Python2 wird für Python3 endlich ausgemustert
    3) Insbesondere die automatischen Sicherheitsupdates werden für Anfänger sinnvoll sein.
    4) Nach Jahren der Reife macht nun auch AppArmor Sinn als Standard für die Masse an Nutzern.