Libinput-Gestures

Bild: Sergey Zolkin | Quelle: Unsplash

 

Linux ist hinter der Konkurrenz von macOS oder Windows zurück, wenn es darum geht, Touchpad- oder Trackpad-Gesten komfortabel festzulegen. Seit geraumer Zeit wird dazu in Linux für die Verwaltung von Eingabegeräten überwiegend die von Red-Hat-Entwickler Peter Hutterer entwickelte  Bibliothek Libinput verwendet. Die von den Distributionen individuell vorgegebene Konfigurationsdatei kann man bearbeiten, was viele Anwender aber als weit von komfortabel entfernt empfinden.

Libinput-Gestures

Dem kann nun abgeholfen werden. Nach der Installation von Libinput-Gestures lassen sich über die kleine, gerade in Version 0.2 veröffentlichte GUI Gestures  Touchpad-Gesten bequem definieren und in die Konfiguration von Libinput-Gestures schreiben. Vermutlich wird das Tool, falls es sich bewährt, für verschiedene Distributionen paketiert oder taucht demnächst als Flatpak, Snap oder AppImage auf. Derzeit ist es allerdings nur in den Archiven von Solus vertreten, deren Paketformat eopkg für andere Distributionen nicht direkt verwendbar ist. Zudem ist es im AUR von Arch Linux und bei Gentoo verfügbar.

Gestures

Allerdings ist die Installation in zwei Schritten kein Hexenwerk. Die Abhängigkeiten kommen hauptsächlich aus der Python-Ecke. Voraussetzung für die Installation ist die Zugehörigkeit des Users zur Gruppe input. Dann wird zunächst libinput-gestures und anschließend gestures per Git heruntergeladen und installiert.

Auch unter KDE

Es sind in Libinput-Gestures bereits Gesten vordefiniert, die in der Datei /etc/libinput-gestures.conf abgelegt sind. Über die GUI können nun individuelle Swipes und Pinches definiert werden, die zwei, drei oder vier Finger umfassen. Damit können Anwendungen gestartet , der Desktop oder alle laufenden Programme aufgerufen werden, der Phantasie sind wenig Grenzen gesetzt. Die Kombination beider Apps funktioniert nicht nur mit GTK, sondern auch mit QT-Desktops wie Plasma.

 

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