Todd Weaver

Bild: Todd Weaver | Foto: Ranjithsiji | Lizenz: CC BY-SA 4.0

 

Purism CEO Todd Weaver spricht in einem aktuellen Interview ausführlich über das Konzept von Purism, den bisherigen Weg des Unternehmens und im Besonderen über das Linux Smartphone Librem 5, seine Bedeutung für Freiheit und Schutz der Privatspäre. Da das Interview auf dem YouTube-Kanal Monero Talk stattfindet, geht es in großen Teilen auch um die Zusammenarbeit mit der Crypto-Währung Monero.

Mit Monero zahlen

Weavers Ziel ist es, dass man in einigen Jahren mit seinem Librem-Phone an der Supermarktkasse aus seinem Monero-Hardware-Wallet zahlen kann.  Dazu soll nach Weavers Vorstellung etwa eine Kombination aus dem auf dem Phone installierten Wallet und beispielsweise einer virtuellen Kreditkarte oder einer Giftcard zum Einsatz kommen. Dabei soll die Konvertierung im Hintergrund stattfinden, sodass das Verfahren bequem auf Knopfdruck abläuft.

Im Endeffekt sollen wir damit in der Lage sein, unsere Bank in der Hosentasche herumzutragen. Die Absicherung  kann laut Weaver zusätzlich über den Librem Key stattfinden. Der Weg dorthin ist eingeschlagen und das Librem 5 wird ein Monero-Wallet installiert haben, alles weitere braucht Zeit und Momentum.

In Raten zahlen

Weaver geht in dem am vergangenen Freitag aufgezeichneten Interview davon aus, dass die rund 350 Dev-Kits für das Librem 5 Anfang Dezember,  das Endprodukt dann im April 2019 ausgeliefert werden. Am Wochenende wurde ebenfalls bekannt, dass Librem-Geräte inklusive dem Librem 5 jetzt auch mit Teilzahlung geordert werden können. Dazu nutzt Purism den hierzulande bisher ziemlich unbekannten Service von Splitit, der zinslos bis zu 12 Monatsraten ermöglicht und auch in Deutschland benutzbar ist.

Wer also Interesse an einem Librem 5 hat, aber die Summe nicht auf einmal aufbringen kann oder will, hat jetzt noch die Chance, das Librem 5 zum Crowdfunding-Preis von 599 US-Dollar mit Monatsraten zu bestellen. Zum Jahresende wird sich laut Weaver der Preis um vermutlich 100 US-Dollar erhöhen.

Verwandte Themen

Smartphone mit Plasma Mobile geplant
views 596
Quelle: KDE Das KDE-Projekt teilt mit, das in Zusammenarbeit mit dem finnischen Unternehmen Necuno Solutions ein neues Smartphone mit Plasma ...
Librem 5: Dev-Kits im Dezember
views 396
Bild: Librem 5 Dev-Board | Quelle: Purism | Lizenz: CC-by-SA 4.0   Hurricane Florence,  der Taifun Mangkhut, chinesische Feiertage und da...
Bestellstatus für das Linux-Phone Librem 5
views 1.2k
Quelle: Purism Pressekit | Lizenz: CC-by-SA 4.0   Das von Purism entwickelte und derzeit für April 2019 zur Auslieferung anstehende Linux...
Neuer Lagebericht zum Librem 5
views 1.2k
Librem 5 UI-Shell   Die Entwickler des Linux-Smartphones Librem 5 haben einen neuen detaillierten Bericht zum Entwicklungsstand veröffentl...
Librem Key: Mehr Sicherheit für Notebooks
views 558
  Bild: Librem Key | Quelle: Purism | Lizenz: CC-by-SA 4.0   Im Mai hatte Purism, Ausrüster von auf den Schutz der Privatsphäre a...

Beitrag kommentieren

Alle Kommentare
  • Uwe

    26.11.2018, 11:16 Uhr

    Das Linux Smartphone Librem 5, als Telephon ist ja OK. Aber bezahlen damit?
    Noch dazu mit dem Krypto-s*****ß. Nein Danke!

    • Ferdinand Thommes

      26.11.2018, 11:25 Uhr

      Du wirst ja nicht dazu gezwungen. Ein Smartphone ohne Bezahlmöglichkeit ist für viele Anwender heute nicht mehr zeitgemäß. Wenn das dann noch geht, ohne alle möglichen privaten Daten preiszugeben, warum nicht? Ich denke, Blockchain und Crypto-Währungen werden in ein paar Jahren ganz anders darstehen als das jetzt der Fall ist. Der derzeitige Negativismus wurzelt ja hauptsächlich darin, dass die Spekulationsblasen vieler Leute geplatzt sind. Aber Spekulation war ja nie das Sinn und Ziel des Ganzen.

  • Uwe

    26.11.2018, 12:55 Uhr

    Werter Herr Thommes,
    das mag ja alles sein, allerdings bin ich dennoch skeptisch.

    bei Heise gelesen:

    Security 7-Tage-News 11/2018 Multifunktionstrojaner hat es auf Linux-Systeme abgesehen

    Multifunktionstrojaner hat es auf Linux-Systeme abgesehen

    Sicherheitsforscher sind auf einen Linux-Schädling gestoßen, der neben einem Krypto-Miner auch ein Keylogger ist und Konkurrenz-Malware und AV-Software killt.

    Der Linux.BtcMine.174 getaufte Trojaner legt vielfältige Schadfunktionen an den Tag und infiziert Linux-PCs. In erster Linie zwackt der Schädling heimlich Rechenleistung ab, um die Krypto-Währung Monero zu schürfen. Er kann aber noch mehr, wie Sicherheitsforscher von Dr. Web in einem Beitrag berichten.
    ————————

    kurzer Textauszug bei
    Quelle:

    https://www.heise.de/security/meldung/Multifunktionstrojaner-hat-es-auf-Linux-Systeme-abgesehen-4232588.html

    Wer weiß denn schon, was da noch alles von böwilligen Entwicklern in der Mache ist.

    • Ferdinand Thommes

      26.11.2018, 13:21 Uhr

      Ich seh jetzt nicht, was dieser Trojaner mit der Diskussion zu tun hat. Wenn jemand etwas mißbrauchen will, findet sich immer ein Weg. Monero zu minen ist nicht anzuprangern, wenn es ohne mein Wissen auf meinem Rechner stattfindet, dann schon. Aber Skepsis gegenüber Crypto-Währungen mit einem Trojaner zu begründen, finde ich ziemlich abwegig.

  • Peter Ziegler

    26.11.2018, 15:01 Uhr

    Hi Ferdinand,
    hat sich denn Purism schon geäußert auf deine Anfrage ob es auch eine europäische Lösung geben wird? Ansonsten macht es nicht viel Sinn so ein Ding zu kaufen.

    • Ferdinand Thommes

      26.11.2018, 15:04 Uhr

      Sorry, falls ich das unterschlagen hatte. Vor dem Versand kannst Du entscheiden, welches von zwei Modulen Du haben willst. Theoretisch kannst Du gegen Aufpreis auch beide bestellen, da sie austauschbar sein sollen.

  • tuxnix

    27.11.2018, 14:40 Uhr

    @Uwe
    Der von dir verlinkte Artikel hat ein äußerst niedriges fachliches Niveau. Von einer realen Verbreitung und den möglichen Infektionswegen wird im Artikel nichts berichtet. Wenn man die Überschrift genauer ließt, erkennt man, dass der Redakteur dies auch weiß. “…hat es auf Linux-Systeme abgesehen” steht da. Das Heise Forum macht sich inzwischen über den Artikel entsprechend lustig.
    Ich musste auch erst einmal reflektieren, bis ich verstanden habe, dass von dem Skript kaum eine Gefahr ausgehen kann. Für ein IT Fachmagazin wie Heise ist es ein schwaches Bild so eine Meldung ohne Analyse raus zu schicken.