KDE definiert neue Ziele
Weit gekommen: K Desktop Environment 1.0 von 1998

Das KDE-Projekt hatte auf seiner alljährlichen Entwicklerkonferenz Akademy 2019 neue Ziele für die nächsten zwei Jahre definiert. Das ging auf eine Initiative des KDE e.V. von 2017 zurück, dem Projekt jeweils klare Ziele für die kommenden zwei Jahre zu geben.

12 Vorschläge in der Endauswahl

Grundlage sind dabei Vorschläge aus der Gemeinschaft. So wurden jetzt zum zweiten Mal drei Ziele aus 12 eingereichten Vorschlägen der KDE-Community ausgewählt. Die Themen sind Apps im Angesicht neuer Auslieferungsformate, die Integration von Wayland und ein durchgängig erkennbares Design aller KDE-Apps.

Webseite vorgestellt

Jetzt stellt das Projekt eine neue Webseite als Ausgangspunkt für die Beteiligung der Community an der Umsetzung der Ziele vor. Hier werden Informationen gebündelt und Ressourcen verlinkt. Es gibt für jedes der Ziele eine Wiki-Seite, einen Chatraum sowie einen Arbeitsbereich auf Basis der Werkzeugsammlung Phabricator.

Neue Ausrichtung

KDE-Software umfasst mehr als 200 Apps sowie viele Add-ons und Plasmoids. Einerseits soll mit der Zielvorgabe die Unterstützung der Betreuer aus den Distributionen verbessert werden. In diesem Sinne wurde kürzlich bereits die entsprechende Webseite optisch und inhaltlich aktualisiert, die nun alle Apps repräsentiert und Informationen für Betreuer und Benutzer bereithält.

Andererseits ist mit dem Aufkommen und der zunehmenden Akzeptanz neuer Paketformate das Projekt nun in der Lage, Apps direkt an Linux-Anwender auszuliefern. Das bedeutet, dass Prozesse angepasst werden müssen, denn bei diesen Formaten entfällt der Betreuer in den Distributionen.

Wayland weiter integrieren

Die Integration des Display-Protokolls Wayland in die Desktop-Umgebungen und damit in die verschiedenen Distributionen ist ein Prozess, der sich über Jahre hinzieht. KDE hängt hier GNOME etwas hinterher, was aber nicht weiter verwundert, da Wayland in weiten Teilen im Gnome-Umfeld entwickelt und ausgerollt wurde.

Dieses Ziel hat das Aufspüren und Beheben der Probleme zum Inhalt, die KDE-Software derzeit noch davon abhalten, Funktionsparität mit X11 zu erreichen. Der Fokus liegt dabei zunächst auf dem KDE-Fenstermanager KWin, Plasma und den Apps. Aber es geht auch darum, der breiteren Community für freie Software zu helfen, den Funktionsumfang von Wayland weiterzuentwickeln.

Mehr Konsistenz bei den KDE-Apps

Als drittes Ziel hat sich KDE dem Thema Konsistenz verschrieben. Damit ist in erster Linie die Einheitlichkeit von Bedienelementen und Dekorationen der KDE-Apps gemeint. Damit soll nicht nur der Wiedererkennungswert und die Benutzbarkeit, sondern auch die Wiederverwertbarkeit von Code erhöht werden. Hier wurden in den letzten Jahren große Fortschritte erreicht, aber bei der Fülle an Apps bleibt immer noch Einiges zu tun.

Lassen wir uns überraschen, was aus diesen Zielsetzungen hervorgeht. Beim Vorgänger entstand unter anderem die hervorragende wöchentliche Kolumne KDE Usability & Productivity über Fortschritte bei der Software von Nate Graham. Ebenfalls erfolgreich war die dort initiierte Onboarding-Kampagne.

KDE definiert neue Ziele

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Alle Kommentare
  • Steven Seifried

    Steven Seifried

    31.10.2019, 20:44 Uhr

    @MrChrodo

    • Ferdinand Thommes

      31.10.2019, 22:51 Uhr

      Und was mach ich nun damit?