»Linux on Mobile«-Sprint in Berlin
Screenshot: ft

Im Anschluss an die Entwicklerkonferenz FOSDEM vom vergangenen Wochenende fand in dieser Woche ein gemeinsamer Sprint der Projekte UBports und Plasma Mobile statt, zu dem sich Mitglieder einiger anderer Projekte gesellten. Dabei ging es vor allem um die Möglichkeiten der Zusammenarbeit der verschiedenen mobilen Plattformen.

Die Fragestellung war: Wie können die Projekte zusammenarbeiten, um einerseits doppelte Entwicklungen zu vermeiden und andererseits Apps der eigenen Plattform auch auf anderen Plattformen lauffähig zu machen.

Warten auf das PinePhone

Während deutsche Vorbesteller immer noch auf den Postboten warten, der ihr PinePhone bringt, haben Anwender im Rest der Welt es in den vergangenen Tagen bereits erhalten. Wir müssen uns noch gedulden, da zunächst die Auslieferung nach Deutschland wegen der strengen Einfuhrbestimmungen gestoppt wurde. Der Ausbruch des Corona-Virus legte dann jede weitere Auslieferung vorerst lahm, sodass das PinePhone hier vermutlich nicht vor März eintrifft. Wenn man es positiv betrachtet, so hat die Software dadurch zusätzliche Zeit zu reifen.

Mobile Sprint

Um unter anderem diesem Reifeprozess nachzuhelfen, verbrachten rund ein Dutzend Entwickler in dieser Woche Zeit beim gemeinsamen Hacken in Berlin. Der Sprint wurde von der Qt-Consulting Firma KDAB gesponsert und fand auch in deren Räumen statt. Bereits im Wochenverlauf vermeldeten Nutzer des PinePhone im Matrix-Channel eine wesentliche Beschleunigung für Ubuntu Touch auf dem günstigen Linux-Phone als Ergebnis des Sprints.

Ubuntu Touch Q&A 69

Als Abschluss des Sprints wurde am Samstag die Ubuntu Touch Q&A 69 Session aus den Räumen von KDAB live übertragen. Außer UBports und KDE Plasma nahmen auch Entwickler von KDE Itinerary, KDE Connect und anderen Projekten am Sprint teil. Für das Pinephone ist Ubuntu Touch derzeit die am weitesten entwickelte Distribution, gefolgt von KDE Neon mit Plasma Mobile.

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Alle Kommentare
  • HansFranz

    09.02.2020, 16:24 Uhr

    Microsoft hat es nicht gepackt, Ubuntu nicht…
    Jetzt kommt diese welle nachdem wie lange smartphones und Tablets boomen?

    Ohne kompatible Apps und eventuell nur EINEN Einzigen App Store mit gemeinsamer technischer Basis werden diese Open Source Projekte auf “Linux” auf dem Smartphone keine Chance haben! Das wird nur ein zersplitterter Haufen sein, gegen den Android wie aus einem Guss wirkt.
    Das wird dann nur was für Nerds und Informatik Studenten sein also Nische für Leute die mit Manga T-Shirts Rum rennen.
    Der Markt Brauch sowas da draußen nicht.
    Hier würde man etwas liefern wonach keiner gefragt hat!

    Und bitte kommt mir nicht mit “.. Marktanteil spielt keine Rolle…” Denn er spielt eine Rolle!
    Die besten Entwickler wollen mit ihrem Full time Job auch ihre Familien ernähren und da brauchen sie eine hohe Reichweite für ihre Apps.

    Ich weiß, viele halten Linux noch für das nette Jedermann Projekt von nebenan.
    Aber ohne die BEZAHLTEN Entwickler von Red Hat, Google & Co. Was würde da noch bleiben?
    Die Mehrheit des Linux Codes wird doch von Kommerziellen Firmen beigesteuert und das wie lange schon?
    Zieht man das alles ab, was wäre da noch übrig von Linux Code der von den Freizeit Programmierern stammt?

    Also: entweder richtig oder gleich sein lassen.

    Und nicht in der eigenen Seifenblase von Nerds sitzen und sich bejubeln lassen, auch Mal außerhalb schauen was normale Menschen sich wünschen die z.B. iOS/Android benutzen.

    PS: wenn das nichts wird dann bleibt wohl nur die Hoffnung auf eine Firma wie Red Hat die sich dem Smartphone und Tablet Markt annimmt?

  • HansFranz

    09.02.2020, 16:33 Uhr

    PS:
    Mal zur Erinnerung:
    Wenn eine Firma wie Apple mit ihren teuren Rechnern 7-8 Mal größeren Marktanteil haben gegenüber einem Linux das kostenlos ist, da würde ich mir Mal Gedanken machen.

    Und wenn Marktanteil wirklich keine Rolle spielt, dann Frage ich mich warum Linux Fans immer erzählen wie hoch der Marktanteil bei server, embedded Systemen usw. Ist 😛

    Daraus könnte man aber auch ableiten:
    Der Linux Kernel ist gut und kostenlos,
    Der ganze Rest drum herum nur Frickel Kram:D

  • Matthias Böhm

    09.02.2020, 21:47 Uhr

    Die verschiedenen GNU LInux Desktop Distributionen haben ja in den distributionseigenen Repositories / Stores zu 80% die gleiche Software im Angebot, warum sollte das auf tragbaren Mini PCs mit ARM Architektur anders sein?

  • tuxnix

    09.02.2020, 22:56 Uhr

    @HansFranz
    Außerdem traut man weltweit den Androiden und IOS aus gutem Grund nicht mehr über den Weg. FLOSS hat hier eine riesen Change. Und ja, Linux wird zum größten Teil von gut bezahlten Programmieren entwickelt. Und wie hat das alles einmal angefangen? Ob allerdings ein Manga T-Shirt dabei war, ist wohl nicht überliefert.

  • HansFranz

    10.02.2020, 00:47 Uhr

    Ich las Mal in einem Forum für Schachcomputer bzw. einer Shop für solche einen interessanten Beitrag, Inhalt:
    was sich ein kleiner elitärer Fankreis in einem Forum für ein Gerät wünscht und wie der Verkäufer die Welt da draußen sieht bzw. Was der normale Kunde kauft bzw. Bereit ist zu kaufen.
    Rückblickend kommen mir Gedanken an Linux Leute vs die Realität.

    Ich habe keine Ahnung, ob die Anforderungen an Software Entwickler im Jahr 2020 anders sind als Ender der 90er oder Anfang 2000er.
    Da sitzen nicht mehr die Leute vor den Displays die Windows ME oder das Linux Pendant benutzen, zig Abstürze tolerieren und stundenlang irgendwelche Foren durchforsten um XY zum laufen zu bekommen.

    Ich kann aber sagen das man mit irgendeinem Frickel OS mit 50 Einschränkungen als mobiles OS baden geht, denn der Endkunde ist im Jahr 2020 ein GANZ anderes Kaliber!

    Das sind Benutzer von Windows 7/10 und Mac OS.
    Der Benchmark ist nun mal iOS im mobilen Bereich und dahinter Android.
    Die jungen 20 – 30 jährigen Leute sind seit 2007/8 mit iPhones bekannt geworden und später mit Androiden.
    Wenn etwas aus dem Linux on mobile Bereich kommt dann muss/darf es in gewissen Dingen nur max. 5 – 10% schlechter sein ansonsten wird das nichts.
    Ich erinnere mich noch an Windows Phone und wie ich damals bei der Bedienung dachte:
    Wie kann man sowas als Konkurrenz auf den Markt lassen! Bedienung und Funktionsumfang waren schlecht.

    Wenn man sich als Ziel setzt 1,X % Marktanteil wie im Desktop Bereich mit Linux zu haben, gut dann ist es vielleicht gerade noch zu schaffen.

    Ich empfehle den Leuten die diese Projekte betreiben sich Mal mit normalen Menschen Hinzusetzen und zu fragen was diese überhaupt für Anforderungen haben.
    Wenn man nur Informatik Nerds in Sitzkreisen machen lässt die sich dann noch gegenseitig bestärken -> dogfooding.

    Keiner braucht ein schlechteres Android
    Oder ein iOS auf dem Stand von 2015 im Jahr 2020.

    Und ja Datenschutz bringt 1,X % Marktanteil.

    Sorry die Leute benutzen ihr Facebook, Instagram, Twitter, WhatsApp, Google Map, Cloud-Anbieter usw. Benutzen ihre Payback Karte und bezahlen alles mit Karte.
    Datenschutz ist 99% der Menschen scheißegal.

    • Ferdinand Thommes

      10.02.2020, 07:40 Uhr

      Wenn ich mich an die frühen Tage von Android zurückerinnere: Was war das ein Gefrickel!

  • tuxnix

    10.02.2020, 22:38 Uhr

    @HansFranz
    Dein Realitäsbegriff hat zumindest nichts damit zu tun, dass du deine Wiklichkeit und deine Möglichkeiten klar erfasst. Du hast bestimmt noch nicht deine erste Million verdient, trotzdem verschwendest du hier deine Zeit um tantiemenfrei über Marktwirtschaft herumzutexten. So wird das nie etwas mit dir!

    Mal exemplarisch nur eine deiner vielen Fehlschlüsse betrachtend:
    “Wenn etwas aus dem Linux on mobile Bereich kommt dann muss/darf es in gewissen Dingen nur max. 5 – 10% schlechter sein ansonsten wird das nichts.”
    Was wäre denn wenn es einzelne Bereiche gibt, in denen so ein LinuxPhone vom Start weg 500% alles das übertrifft, was Android und IO je mals geliefert haben?
    Was jetzt gerade entsteht ist ein kompletter Kleincomputer inklusive einem aktuellen riesiegen Sofwareangebot, lebenslanger Upgrade Garantie, transparenter Sicherheitgarantie, Privacygarantie und der aller beste Clue an diesem Kleincomputer in Hosentaschenformat ist. Tätärä, man kann sogar auch noch damit telefonieren.
    Und dann noch dies zum Abschluß:
    Ignoranz hat dabei noch nie geholfen die Realität zu erfassen.

  • HansFranz

    11.02.2020, 09:53 Uhr

    @tuxnix

    Ich finde die Idee von Linux beeindruckend.
    Nicht falsch verstehen.

    Also calmiere dich :
    Wenn diese Leute sich treffen und sagen:
    Hey wir könnten 1,x % der Smartphone User auf eines unserer Linux XY OS bekommen!

    Von Informatik Nerds an andere Nerds, sozusagen das elitäre BSD der Smartphones werden:
    Glückwunsch, das ist ein nerdiger Erfolg!
    Falls das die Zielsetzung ist, brauchen wir gar nicht weiter zu diskutieren.

    Falls nicht, dann mein Tipp:
    Wenn man normale Menschen als Endkunden haben möchte, dann Mal im Bekanntenkreis nicht-Informatiker interviewen / stinknormale Endanwender!
    Man muss da ein bisschen aus der eigenen Informatiker Seifenblase raus.

    Fakt ist:
    Der aktuelle Endanwender ist Android und iOS gewöhnt, der Benchmark ist also sehr hoch.

    Das Zaubergeheimnis das ich nicht sehe:
    Wie will man Leute von ihren aktuellen perfekt funktionierenden Android/iOS Geräten wegbekommen zu Linux Projekten die z.T. noch an der Telefonfunktion!!! arbeiten und dort Probleme haben?!?
    Daher bleibt das für mich eine Informatiker/Bastler Nische.

    Ich las Mal vor kurzem irgendwo ein Kommentar in dem sich jemand darüber amüsierte das die Linux User damals Canoncial mit ihrem Ubuntu Touch kritisch gegenüber standen (ist ja auch Canoncial) und als diese dann aufhörten auf einmal völlig froh waren das eine Community das weitermacht! 😀

    PS: Respekt das Canoncial damals 2013!! schon versucht hat Linux auf dem Smartphone/Tablet zu kommen und die Konvergenz über alle Geräte zu erreichen.
    Es war dem Rest der Linux Fundamentalisten einfach vorraus die ihre Programmierzeit verschwendeten für die 27te XY Software die nicht viel besser macht als die anderen vor ihr.

    Es zeigt mir eins im Linux (Smartphone) Bereich:
    Man braucht jemand wie Ubuntu, Red Hat, Google… -> einen Kapitän!!
    Damit es was wird!
    Zuviele (Hobby) Köche verderben nun Mal den Brei.

    • Ferdinand Thommes

      11.02.2020, 10:04 Uhr

      From small beginnings…

  • tuxnix

    11.02.2020, 23:31 Uhr

    @HansFranz
    Ich denke, wir orientieren uns in dieser Welt von ganz verschiedenen Fixpunkten aus. Wir werden so schnell nicht einer Meinung sein! Schön ist schon einmal, dass der Ton der Unterhaltung etwas weniger herablassend geworden ist. Wie könne ja hier und jetzt mal eine Wette abschließen.
    Ich wette, dass in einem halben Jahr die Nerds mit dem Librem5 und den PinePhone recht zufrieden sind und es als daily-diver benutzen. Weiter wette ich, dass in etwa einem Jahr das LinuxPhone allgemein nicht mehr aus der Landschaft weg zu denken ist. Wir wetten nicht um Geld, aber um das wer von uns beiden Recht behält in seiner Prognose. Gehst du die Wette ein? Wäre die fair?

  • HansFranz

    13.02.2020, 01:50 Uhr

    @Tuxnix

    1. Ja sie werden zufrieden sein.
    Das kann ich mir vorstellen.

    2. Das bezweifle ich. Das es aus den Linux Technikseiten nicht mehr weg ist, glaube ich.
    Aber bei den normalen 99 %, die werden nicht Mal mitbekommen das es Linux Phone gibt.
    Die werden weiterhin Facebook, Instagram und WhatsApp benutzen auf ihrem Android/iOS Gerät.

    Ich wünsche mir das ich falsch liegen würde,
    Denn ein 3ter Player würde dem Markt gut tun.
    Das Duopol von iOS und Android ist langweilig.

    Wir werden in 2 Jahren sehen wie es gelaufen ist.

  • tuxnix

    13.02.2020, 18:14 Uhr

    @HansFranz
    Jetzt sind wir sogar mit einander einig.
    Zu Punkt 2) Die 1% Marke ist in einem Jahr nicht zu schaffen. Hast du dir mal ausgerechtet was 1% von 1 Milliarde jährlich produziertem Smartpone-Elektrikschrott bedeutet?
    0,1% wäre eine super Leistung. Und mehr braucht es auch anfangs nicht um sicher etabliert zu sein. Der Rest kommt dann von allein und den zufriedenen Nutzern, die gerne ihren begleiter länger nutzen wollen. Aber das bracht eben seine Zeit.