Erster Ausblick auf Ubuntu 20.10 »Groovy Gorilla«
Foto:Luc Huyghebaert auf Unsplash

Dass Ubuntu 20.10 den Beinamen »Groovy Gorilla« tragen wird, ist bereits bekannt. Ebenso wissen wir, wann 20.10 erscheint, denn der Release-Plan ist bereits öffentlich einsehbar. Demnach findet die Veröffentlichung am 22. Oktober 2020 statt, dem vorausgehend soll am 1. Oktober eine Beta-Version erscheinen. Ubuntu 2020 wird voraussichtlich auf Kernel 5.8 und GNOME 3.28 basieren.

Entwicklung hat begonnen

Viel wichtiger ist aber, dass die Entwicklung zu der im Oktober zu erwartenden Ausgabe von Canonicals Betriebssystem bereits kurz nach der Veröffentlichung von Ubuntu 20.04 LTS begonnen hat. Zu den zu erwartenden Neuerungen ist noch nicht viel bekannt, doch einiges lässt sich erahnen.

Blick in die Entwicklerarbeit

Dazu dient ein Blick in die Desktop Team Updates für die letzte Woche. Noch detaillierter sind einzelne Themen in der Projektverwaltung Trello zu sehen. Vorwiegend werden zur Zeit Fehler aus »Focal Fossa« untersucht, im Fokus steht aber auch die Mitarbeit bei der Entwicklung von GNOME 3.38. Hier soll die GNOME Shell weiter beschleunigt und ein Ruckeln in bestimmten Konstellationen beseitigt werden.

GSoC: Lösungen für CUPS

Aber auch an anderen Stellen stehen Neuerungen an. Die Veröffentlichung, die auf eine LTS-Version folgt, lädt besonders zu Experimenten ein, da die Ergebnisse viel Zeit zum Reifen haben, bevor sie in die nächste LTS-Version einfließen oder auch nicht. Dazu zählt vermutlich die Erstellung eines Snap-Pakets für das Printing-Framework CUPS. Hierbei sollen Studenten des Google Summer of Code 2020 (GSoC) Lösungen erarbeiten.

ZFS on Root besser dokumentiert

Für die noch experimentelle ZFS-Implementierung stehen Verbesserungen bei der Verschlüsselung an. Zudem wird die Dokumentation verbessert, sodass auch weniger technikaffine Anwender Zugang zu ZFS unter Ubuntu finden. Dazu soll auch eine Reihe von Blogposts von Didier Roche, dem federführenden Entwickler für ZFS on Root bei Ubuntu beitragen, die demnächst in mindestens vier Folgen erscheinen wird.

Meiner Meinung nach ist es bei ZFS vor allem wichtig, die Installation in einer Partition zu ermöglichen. Derzeit vereinnahmt eine solche Installation noch die gesamte Festplatte. Die genauen Pläne für ZFS in 20.10 werden demnächst bei einigen Treffen diskutiert.

Erster Ausblick auf Ubuntu 20.10 »Groovy Gorilla«

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Alle Kommentare
  • tuxnix

    06.05.2020, 14:40 Uhr

    Mein subjektiver Kommentar dazu:
    Gorillas ja! Ubuntu nein danke!

  • Boris

    06.05.2020, 14:40 Uhr

    Ihr habt oben einmal Ubuntu 2020 geschrieben. Oder war das Absicht und ich habe es nur nicht verstanden?

    Zum Thema: Es ist sicher noch zu früh, um in dieser Version Snap zu korrigieren.

    • Ferdinand Thommes

      06.05.2020, 14:51 Uhr

      Danke, du bist über eine kurzzeitige Verwirrung zwischen 20.10 und 2020 gestoßen 🙂

  • Uwe

    06.05.2020, 23:33 Uhr

    Vieleicht setzt München so ein, dann allerdings fertiges, Ubuntu mit ZFS zukünftig ein. Denn:
    ———————————

    München will wieder Open-Source-Software präferieren

    Die Landeshauptstadt will nach dem Aus für Limux zurück zu Open Source und auch die FSFE-Forderung “Public Money? Public Code!” umsetzen.

    der ganze Text hier

    https://www.golem.de/news/limux-muenchen-will-wieder-open-source-software-praeferieren-2005-148303.html

    …malso, malso. Kostete ja nur Steuergeld.