Tails 4.14 veröffentlicht

Tails 4.14
Logo: Wikimedia Lizenz: CC by 4.0

Tails steht für »The Amnesic Incognito Live System« und bedient sich zur Anonymisierung des Tor-Netzwerks, durch dessen Knotenrechner der Netzwerkverkehr geleitet wird. Es ist als Live-System für die Verwendung auf USB-Sticks oder DVDs ausgelegt und spezialisiert sich auf Anonymität und die Wahrung der Privatsphäre seiner Anwender. Als Basis für Tails 4.14 dient Debian 10.7 »Buster«.

Kleineres ISO-Image

Nachdem Tails 4.13 relativ spät auf Thunderbird 78.4.2 gewechselt war, folgt jetzt das Update auf Thunderbird 78.5.1. Tor Browser wurde auf 10.0.7 aktualisiert. Beim Kernel kommt Linux 5.9 zum Einsatz. Neu ist die Unterstützung der Ledger Hardware-Wallets in der Crypto-Currency App Electrum. Der Unifont-Zeichensatz wurde entfernt und damit 8 MByte auf dem Image eingespart. Der seit Längerem verwendete Noto-Font deckt die Zeichen sämtlicher unterstützten Sprachen ab.

Behobene Fehler

Zudem konnten einige Fehler behoben werden. So wurde der APT-Key für deb.torproject.org aktualisiert, sodass ein Fehler beim Update des Tor-Repository ausbleibt. Ein weiteres behobenes Problem betraf das Root-Password für den persistenten Modus, das unter bestimmten Umständen ungefragt eine Root-Sitzung erzwingen wollte. Zudem kann Tails in der neuen Version mit Nautilus wieder den persistenten Bereich eines weiteren Tails-Sticks öffnen. Weitere Einzelheiten verrät wie immer das Changelog.

Sicherheitslücken geschlossen

Tails 4.14 schließt laut der Ankündigung viele Sicherheitslücken, die aber dieses Mal nicht näher spezifiziert sind. Meist handelt es sich um von Debian übernommene Security Advisories und um Lücken bei Thunderbird, Firefox, Tor und Tor Browser.

Automatische Upgrades auf Tails 4.14 sind ab Tails 4.2 unterstützt, ältere Versionen müssen manuell aktualisiert werden. Die Veröffentlichung von Tails 4.15 ist für den 26. Januar vorgesehen, die Roadmap weist weitere Ziele für die nähere Zukunft aus.

Künftige Entwicklung

Dabei stehen unter anderem Verbesserungen bei der Dokumentation, die Entwicklung robusterer Methoden zur Aktualisierung, der Umstieg auf Wayland, Sandboxing per Flatpak und die Nutzung reproduzierbarer Builds auf dem Zettel der Entwickler. Zudem soll Tails vollständig für sehbehinderte und blinde Menschen zugänglich werden.

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