YunoHost 4.2 mit überarbeiteter Oberfläche

YunoHost 4.2

YunoHost steht für die Frage »Why you no host?«, also »Warum hostest du nicht selbst?«. Damit das auch technisch weniger affinen Zeitgenossen gelingt, bietet YunoHost die vereinfachte Installation eines Servers an, der obendrein noch über 200 Dienste aktivieren kann. Zu den bekannteren Apps zählen dabei DokuWiki, GitLab, Jitsi Meet, Mastodon, Nextcloud, PeerTube, Pixelfed, Syncthing, TidliWiki und WordPress. Seit Version 4.1 kamen hier rund 40 weitere Apps hinzu. Eine Liste aller aktivierbaren Dienste findet sich auf der Projektseite.

Fit für die Zukunft

Gerade ist YunoHost 4.2 erschienen, das die auf Debian basierende Distribution auf die Zukunft vorbereitet. Von der wichtigsten Änderung werden die Anwender kaum etwas mitbekommen. Es geht um den Umstieg von Python 2.x auf 3.x. Da die im Sommer erwartete neue Version Debian 11 »Bullseye« mit der neueren Python-Hauptversion arbeitet und Python 2.x als veraltet gilt, war der Umstieg das Pflichtprogramm für YunoHost 4.2.

Um auch im für den Anwender sichtbaren Bereich zukunftsträchtig zu sein, wurde die Verwaltungsoberfläche, die im Browser aufgerufen wird, mit dem JavaScript-Webframework Vue.js neu geschrieben, was die Bedienung verbessern und künftig das Hinzufügen weiterer Funktionalität erleichtern soll. Auch das Backup-System wurde überarbeitet und soll nun resistenter gegen Inkonsistenzen sein.

Die Vergabe von Rechten für SSH und SFTP wurden vereinfacht und in das Berechtigungssystem eingegliedert, während dazu bisher die Kommandozeile bemüht werden musste. Die Aktualisierung der von YunoHost angebotenen DynDNS-Dienste nohost.me, noho.st und ynh.fr soll durch eine Überarbeitung des Cron-Managements nun störungsfrei arbeiten. Diverse interne Verbesserungen und Aufräumarbeiten laufen als kontinuierlicher Prozess hinter den Kulissen ab, wobei die Paketierung verbessert und Code an verschiedenen Stellen refaktoriert wird. Die Notwendigkeit für ein Root-Passwort bei MySQL entfällt.

Demo im Netz verfügbar

Bestandsanwender erhalten die neue Version über die Funktion Update system aus der Bedienoberfläche heraus. Neueinsteiger laden die Anwendung passend geplanten Hardware-Plattform von der Projektseite herunter. Eine Demo zum Testen der Distribution steht auf der Webseite bereit. Ich habe gerade einen ausführlichen Artikel über YunoHost im LinuxUser 05/2021 veröffentlicht. Einen älteren Artikel zum gleichen Thema gibt es auch ohne Paywall im LinuxUser 09/2017.

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