Brave stellt eigene Suchmaschine vor

Unter dem Namen Brave Search haben die Entwickler des Brave Browsers eine Beta-Version ihrer unabhängigen Suchmaschine vorgestellt. In der offiziellen Ankündigung schreiben die Entwickler, dass Brave Search im Gegensatz zu anderen Suchmaschinen wie Startpage, Qwant, SearX oder DuckDuckGo komplett auf einem völlig unabhängigen Index basiert.

Beta-Suche

Brave Search ist in der Beta-Version weltweit auf allen Brave-Browser-Versionen für Desktop, Android und iOS als eine der Suchoptionen neben anderen Suchmaschinen verfügbar und soll im Laufe des Jahres die Standardsuche im Brave-Browser werden. Sie ist auch von jedem anderen Browser aus manuell einzurichten. Bei Chrome und Firefox habe ich das erfolgreich getestet.

Als Brave vor einigen Monaten ankündigte, eine eigene Suchmaschine entwickeln zu wollen, erklärte das Unternehmen, zu diesem Zweck Tailcat übernommen zu haben, einem unabhängigen Suchindex, der von den ehemaligen Entwicklern von Cliqz entwickelt worden war.

Google-Ergebnisse abschaltbar

Brave Search soll weder die User noch deren Suchvorgänge oder Klicks verfolgen oder private Informationen nutzen, speichern oder weitergeben. Es werden keine personalisierten Ergebnisse ausgegeben. Allerdings sollen, bis der eigene Index komplett ist, Daten von Suchmaschinen aus dritter Hand die eigenen Ergebnisse unter Wahrung der Privatsphäre ergänzen, sofern diese nicht ausreichend sind. Die Quote dieser externen Ergebnisse kann in den Einstellungen überprüft werden.

Eine weitere Funktion von Brave Search ist die Möglichkeit, einen Standort manuell festzulegen. Brave verwendet standardmäßig anonyme lokale Ergebnisse, wo dies erforderlich ist. Einige Abfragen funktionieren nur, wenn der Standort bekannt ist, wie etwa bei Suchen am Wohnort Brave verwendet dazu die IP, gibt sie aber nicht weiter und speichert sie nicht. Diese Funktion lässt sich in den Einstellungen einschalten. An gleicher Stelle können auch die anonymisierten Nutzungsmetriken deaktiviert werden, die Brave unten auf der Suchseite in Kleinschrift erwähnt. Dort kann man auch verhindern, dass Google als Fallback genutzt wird. Derzeit wird keine Werbung angezeigt. das könnte sich künftig ändern, wodurch die Suchmaschine ohne Werbung kostenpflichtig würde.

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