Softwareverteilungssystems m23 unterstützt Debian 11

m23 21.1

Gerade ist mit m23 21.1 eine neue Version des auf Debian basierenden Softwareverteilungssystems erschienen. m23 ermöglicht es, auf einfache Weise Linux-Clients innerhalb eines bestehenden Netzwerkes in großer Zahl zu installieren und zu administrieren. Als Clients kommen unter anderem Debian, Ubuntu, Kubuntu, Xubuntu, Linux Mint, Fedora, elementary OS, CentOS und openSUSE infrage. Dabei ist es möglich, Clients mit unterschiedlichen Distributionen über dieselbe Oberfläche zu administrieren.

Was ist neu?

Die Hauptmerkmale der neuen Version sind die Unterstützung für Debian 11 »Bullseye« und Linux Mint 20.2 »Uma«. Dabei werden für Debian sechs und für Mint drei vorkonfigurierte Desktopumgebungen bereitgestellt. Darüber hinaus lässt sich m23 nun zusammen mit FreeIPA verwenden. Von der Funktionalität her vergleichbar mit Microsofts Active Direktory, stellt FreeIPA ein Identitätsmanagement auf der Basis freier Software bereit.

Wird FreeIPA bei einem m23-Client verwendet, so wird dieser an einen FreeIPA-Server angebunden, was eine Reihe von FreeIPA-Funktionalitäten wie Benutzerauthentifizierung, Kerberos, Rollen oder den Abgleich von Benutzergruppen mit sich bringt. Beim Löschen eines m23-Clients werden die entsprechenden Einträge vom FreeIPA-Server wieder entfernt.

autoTest aufgebohrt

m23-autoTest, das Framework zum automatisierten Testen von m23-Funktionen, wurde an vielen Stellen verbessert und ist nun kompatibel zu VirtualBox 6.x. Der Kompatibilitätscode zu den alten VirtualBox-Versionen 2 und 3 wurde entfernt. Ebenfalls nicht mehr unterstützt sind Ubuntu 16.04, LinuxMint 18 und 18.1, Ubuntu < 14.04 und Debian 6.0. m23 verwendet nun den DNS-Server von OpenNIC als Voreinstellung im m23-Serverinstallations-ISO und als Vorschlag für m23-Clients, wenn kein primärer DNS-Server gefunden wurde.

Kompatibel zu Raspberry Pi 400

Alle auf einem m23-Client eingeloggten Benutzer können diesen nun herunterfahren und alle Mitglieder der Gruppe m23sudo können Programme via sudo mit Root-Rechten ausführen. Das Raspberry-Pi-SD-Kartenabbild verwendet nun Raspberry Pi OS vom 7.5.2021, wodurch es kompatibel zum Raspberry Pi 400 ist. Details zu diesen und weiteren Änderungen sind der Ankündigung der neuen Version zu entnehmen. Wer es eher visuell mag, lässt sich die Neuerungen in einem Video vom Entwickler Hauke Goos-Habermann selbst erklären.

5 1 vote
Article Rating
5 1 vote
Article Rating
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments