Erfahrungsberichte: Meine Reise mit Linux von Linuxsusefan a.D.

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Nachdem ich beim Schrieben eines Kommentars so einiges Revue passieren ließ, fiel mir das eine oder
andere wieder ein was dann doch besser in einen Artikel passt. Wie schon erwähnt, fing ich einst mit SuSE 9.3 an, was als Medium der c’t Zeitschrift beilag. Von den damaligen Redakteuren gepackt in eine Edition, war SuSE 9.3 + KDE mit einiger Software bestückt,was das installieren und verwenden um einiges erleichterte.


Ich habe bis dahin nie was mit Computern, geschweige denn Betriebssystemen zu tun gehabt. Ergo war
ich auch nicht mit bzw durch Windows „versaut“ und konnte an das Ganze unvoreingenommen heran
gehen. Zu dieser Zeit, denke so 2001 herum, war noch viel Bastelei nötig. Vor allem was TV Karten, Wlan,
Drucker, Scanner etc. betrifft. Dies führte jemanden wie mich durch etliche Foren, Wiki wo man von
erfahreneren Linuxern Nachhilfe bekam. Hilfe war einst, Hilfe zur Selbsthilfe. Ja, war nicht immer
leicht. Aber, man lernte dadurch sein System lieben (oder hassen), kennen und konnte sich dann irgend
wann auch selbst helfen.


Unter anderen landete ich dann im Laufe der Jahre bei SuSE bzw. später openSUSE und wirkte dabei
sogar mit, ein deutschsprachiges Wiki auf die Beine zu stellen. Ein eigenes Blog zum Thema hatte ich
auch. Zu der Zeit lernte ich das „Innenleben“ eines Open-Source Projektes aus Sicht eines reinen
Anwenders kennen. Man bekam direkt die Entwicklungsarbeit der verschiedensten Teams (SUSE,
KDE) mit und konnte mal hinter den Vorhang schauen. War eine sehr interessante Zeit.


Die Jahre plätscherten so dahin, die Entwicklung an und um Linux schritt weiter voran. Irgendwann
war die Versorgung der Treiber für die verschiedensten Anwendergeräte immer besser geworden. Es
war bei Nutzerfreundlichkeit enorme Fortschritte zu erkennen. Schaut man heute, ist das zu damals ein
himmelweiter Unterschied.


Ich wechselte mit Erscheinen der Ubuntu 12.04 LTS auf selbige und nutzte dann die Vorteile der
Langzeitunterstützung. Der typische Anwender mit durchschnittlicher Hardware zu Hause hat bei
weiten leichteres Spiel. Es kam die Zeit der Tablets, Smartphones und Entwickler wanderten mit. Es
gab durchaus Zeiten, wo man meinte, das wäre der Tod des Computers (Desktop) und das Ende der Welt.


Hab immer mal wieder andere Distributionen getestet, so quasi quer durch den Linux
Distributionsgarten. Bin dann bei Manjaro/GNOME gelandet und dabei geblieben. Bis heute nutze ich
nichts anderes als Linux Distributionen. Und im Gegensatz zu früher gibt es heute reichliche Wahl bei
Computern ohne „Windows-Steuer“, ja sogar mit Vorinstallierten Linux Betriebssysteme, was zu
beginn meiner Computerzeit undenkbar gewesen. Es erstaunt mich bis heute, das ein Projekt wie Linux trotz aller Höhen und Tiefen über einen so langen Zeitraum doch funktioniert. Bleibt zu hoffen, das es so bleibt.
Alles Gute zum 30igsten, mögen noch viele Geburtstage folgen …

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