Erfahrungsberichte: Meine Reise mit Linux von Markus

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Ich war schon immer an Rechenmaschinen interessiert. Als Kind (1980) hatte ich in der Familie Kontakt mit einem C-64 (1986), darauf folgte irgendwann ein 386-DX40, 4MB Ram mit Dos und Windows 3, später W95. Die AOL-CDs waren das Tor in die Onlinewelt.

Vorspulen in die erste WG, ich hatte Lehrlingsgehalt und kaufte mir 1999 einen dicken Pentuim 3 mit Geforce Grafikkarte. Ich habe um die Zeit rum im Bahnhofszeitschriftenhandel eine teure Zeitschrift mit einem Pinguin und beiliegender CD gefunden. Es war ein komplettes Betriebssystem, dass musste ich ausprobieren. Der Gedanke von OpenSource hatte mich in dem Moment eingefangen und bis jetzt nicht mehr losgelassen.

Es war ein Suse Linux, mit Anleitung die Windowspartition zu verkleinern. Die Installation funktionierte gut. Ich habe Glück gehabt mit der Hardware. Kurz darauf bewegte ich meinen Mauszeiger durch den KDE 1 desktop. Ich konnte die Dateien der Windows Partition sehen, WAV-Dateien konnte ich auch abspielen. Wie ein echter Experte fühlte ich mich. Leider funktionierte sonst nichts gewohntes mit Linux. Damals spielte ich primär Ego-Shooter und Strategiespiele mit dem Computer. Ich verkleinerte die Linux Partition und benutzte es kaum. Seinerzeit hatte ich in der WG keinen stabilen Internetzugang.

Dann hatte ich später eine eigene Bude und habe mir irgendwann ein Suse Linux professional 7.X im Fachhandel gekauft. Es war eine dicke Dokumentation dabei. Pro-linux.de, linuxforen.de, Sourceforge und Rpmforge waren regelmäßige Anlaufpunkte. Bei Windows hatte ich oft Probleme mit der Stabilität. Linux war eben anderes als Windows, dass akzeptierte ich instiktiv. Sonst hätte es ja die gleichen Probleme wie Windows.

Es folgte die typische Entdeckungsreise durch die Distributionen. Ich bestellte mir gebrannte CDs mit Linuxen drauf. Damals gab es kleine Unternehmen die alle möglichen Distributionen und Repositories auf CD gebrannt haben und für eine Handvoll DM (danach Euro) plus Porto versendet haben. Ich hatte geografisch bedingt damals nur 56k Onlineanbindung.

Das war im Grunde der Weg zu Linux, ich bin nicht mehr abgekehrt.

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