Erfahrungsberichte: Meine Reise mit Linux von Ric

Photo by Hubert Neufeld on Unsplash

Meine Reise mit Linux begann 2009, als ich ein 6 monatiges Praktikum bei meinem aktuellen Arbeitgeber anfing. Die Netzwerker nutzten damals SUSE Linux Enterprise Desktop (SLED) 10 auf ihren PCs. Ich war überrascht wie schnell und einfach sie ihre Arbeit verrichten konnten, ohne die gewohnten “Denkpausen” von Windows.

Da ich zur Haupturlaubszeit anfing, waren viele Kollegen*innen eben im Urlaub und ich sollte mir erst einmal eine Stillbeschäftigung suchen. Da ich nicht so einfach an SLED herankam und ich schon mehrfach von Ubuntu gehört hatte – damals dachte ich: “so anders kann das ja nicht sein” – lud ich es mir herunter, brannte das Ganze auf CD und installierte es auf einem ausrangierten PC. So war mein erster Kontakt mit Linux – Ubuntu 9.04.

Soweit ich mich erinnern kann, lief der ausrangierte PC (Fujitsu Siemens Esprimo P5925) out-of-the-box mit Ubuntu. Leider konnte ich damit noch nicht alle dienstlichen Aufgaben erledigen, so blieb ich weiterhin bei Windows XP.

Privat spielte ich dann mit Ubuntu auf einem Asus Eee PC 1001P (Netbook) und dem Acer Aspire Revo R3610 (ebenfalls Intel Atom-CPU) herum. Leider war das alle nicht so erfolgreich. Bei dem einen gab es Probleme mit dem Grafiktreiber, der andere hatte Probleme mit der WLAN-Karte. So legte ich das ganz erst einmal ad acta.

2011 kaufte ich mir einen Dell-Tower mit einem Intel i5 2. Generation, 4 GB RAM und einer Nvidia GeForce GT 520. Da mir Windows Vista/7 zu “schwer” waren im Vergleich zu Windows XP, entschied ich mich noch einmal Ubuntu zu testen. Diesmal allerdings Xubuntu in der Version 11.10. Das lief dann ohne Probleme bis Version 14.04. Als Dualboot blieb aber immer noch Windows.

Natürlich probierte ich immer die neuste Windows Version aus, schon aus beruflichen Gründen. Als mir Windows 8.1 eines schönen Abends die komplette Windows-Partition gekillt hatte, löschte ich den Windows-Eintrag im GRUB und blieb bei Xubuntu.

Als dann Windows 10 erschien 2015, wechselte ich immer wieder zwischen Xubuntu, Windows 10, Linux Mint, Windows 10, Linux Lite usw. Genervt durch die ständigen Feature-Updates von Windows 10, probierte ich dann den Urvater – Debian aus, in Version 9 und mit GNOME 3. Das nutze ich seitdem privat auf meinen Geräten, aktuell in Version 10 (ganz ohne Dualboot).

Mit Debian 10 und Secure Boot hat das Ganze auch den Weg auf meinen Dienst-Laptop gefunden (auch hier ohne Dualboot). Einmal seine Tools zusammengesucht und eingerichtet, kann ich so einfach und schnell meine dienstlichen und privaten Aufgaben bewältigen, ohne Denkpausen und ewige Update-Orgien.

Debian ist für mich die beste Distribution. Sehr stabil, respektiert die Privatsphäre, langer Support und die Desktopumgebungen kommen fast unverändert daher 🙂

5 7 votes
Article Rating

Verwandte Themen

5 7 votes
Article Rating
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
1 Kommentar
Oldest
Newest Most Voted
Inline Feedbacks
View all comments