Kdenlive wird auf macOS portiert

Bereits seit Längerem gibt es eine veraltete Version 0.9.10 von KDEs nichtlinearer Videoschnitt-Software Kdenlive für macOS. Jetzt legen die Entwickler eine überarbeitete aktuelle Version der Software als Nightly-Ausgabe zum Testen vor.

Bereit zum Testen

Das DMG-Paket steht in KDEs Jenkins-Instanz zum Download bereit. Beim Öffnen der Anwendung kann eine Warnung bezüglich eines »nicht verifizierten Entwicklers« erscheinen. Diese kann mit den Hinweisen aus dem macOS Benutzerhandbuch umgangen werden. Fehler können unter Angabe des verwendeten Builds beim KDE-Bugtracker oder als GitLab Issue gemeldet werden.

D-Bus umgehen

Das größte Problem bei der Umsetzung der aktuellen Version von Kdenlive für macOS war D-Bus. Er wird für die Kommunikation zwischen dem Render-Prozess und dem Hauptfenster der Anwendung verwendet. Schließlich konnte mit dem Compiler-Flag DNODBUS=ON erreicht werden, dass Kdenlive QLocalSocket und QLocalServer für die Kommunikation verwendet anstelle von D-Bus. Der Kdenlive-Code musste zudem stellenweise angepasst werden, um die richtigen Dateipfade zu verwenden und um alle Plugins zu finden.

Zum Bau des Pakets wird KDE Craft eingesetzt, ein Meta-Build-System mit Paketmanager, das bereits seit einiger Zeit für die Windows-Builds von Kdenlive verwendet wird. Als weiteres KDE-Projekt wurde KDE Connect auf iOS portiert.

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