Pünktlich zum Fest: Krita 5.0 ist endlich da!

Bild: Tyson Tan | Lizenz: CC BY-SA 4.0

Ich bin zwar nicht zeichnerisch begabt, habe mir aber sagen lassen, Krita sei eine Klasse für sich. Das freie Zeichen- und Malprogramm begann seine Karriere 2005 zunächst als KImageshop und später als Krayon, bevor es zu Krita umbenannt wurde, was im Schwedischen für Kreide steht.

Das Warten hat ein Ende

Deshalb freut es die Nutzer von Krita bestimmt, dass kurz vor den Feiertagen nach langer Entwicklung Krita 5.0 endlich da ist. Krita 5.0 zählt zu den größten und bedeutendsten Aktualisierungen, die das Programm je gesehen hat, und fast jeder Aspekt des Programms wurde auf verschiedene Weise beeinflusst und verbessert, im Großen wie im Kleinen. Und natürlich gibt es eine Menge cooler neuer Funktionen, mit denen die Künstlergemeinde gleich loslegen kann.

Ressourcen neu geregelt

Für Krita 5.0 wurde der Umgang mit Ressourcen von Grund auf neu geschrieben. Ressourcen sind bei Krita Plugins wie Pinselvoreinstellungen, Farbverläufe, Paletten und Texturen. Krita verfügt über ein ausgeklügeltes Ressourcenverwaltungssystem, das das Markieren, Deaktivieren, Teilen und mehr ermöglicht. Der Kern des Ressourcen-Handlings wurde für die fünfte Ausgabe in eine SQLite-Datenbank verpackt, was zusätzliche Geschwindigkeit, aber auch Robustheit bringt.

Der bisher hart-codierte Ordner mit den Ressourcen kann nun frei gewählt werden und etwa auf einem USB-Stick liegen. Zusätzlich werden neben dem eigenen Ressourcenpaketformat auch andere Bibliotheken wie etwa Photoshop-Ebenenstil- und -Pinselbibliotheken unterstützt. Mit dem neuen Ressourcenmanager können Pinsel mit Massen-Tags versehen sowie Ressourcen nach Belieben gelöscht und wiederhergestellt werden. Ein Tagging-Widget zeigt alle aktuellen Tags einer Ressource auf einen Blick.

Glattere Farbverläufe, bessere Animationen

Mit der fünften Generation ziehen glattere Farbverläufe und verbesserte Farbverlaufswerkzeuge in KDEs Zeichenprogramm ein. Die technischen Details dazu vermittelt ein Vortrag des Libre Graphics Meeting 2021. Neu geschrieben wurde die Color Smudge Engine, die MyPaint Brush-Engine wurde überarbeitet. Beide stellt ein kurzes YouTube-Video vor.

Das Animationssystem wurde überarbeitet, sowohl mit Verbesserungen der Benutzeroberfläche als auch mit neuen Funktionen wie Klon-Frames und animierten Transformationsmasken. Zudem gibt es jetzt einen integrierten Storyboard-Editor. Es gibt zudem einen Recorder, mit dem aus Malsitzungen Videos erstellt werden können. Eine vollständige Übersicht über alle Neuerungen bieten die Release Notes.

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