Joshua Strobl verlässt Solus OS

Joshua Strobl, der seit dem Weggang von Gründer Ikey Doherty Ende 2018 als anteiliger Projektleiter und Hauptentwickler von Budgie, dem Standard-Desktop von Solus diente, verlässt die auf den Desktop fixierte Distribution Solus OS. Das gab der Entwickler am Neujahrstag auf Twitter bekannt gegeben. Die Gründe sind anscheinend intern divergierende Ansichten über Führung und Ausrichtung des Solus-Projekts, wie aus einem der Ankündigung auf Twitter beigefügten Pastebin-Eintrag zu entnehmen ist.

Strobl betont, dass er weiterhin an Budgie arbeiten will. Einem Tweet vom gestrigen 2. Januar zufolge gründete er dazu eine neue Organisation namens Buddies of Budgie und hat unter anderem auch bisher an der Budgie-Entwicklung beteiligte Mitstreiter von UbuntuBudgie eingeladen. Wer die Entwicklung verfolgen möchte, kann dies auf Matrix tun.

Verschiedene Rollen

Strobl hat bei Solus in sieben Jahren verschiedene Rollen eingenommen und trat in die großen Fußstapfen von Ikey Doherty, als dieser 2018 das von ihm gegründete Projekt unter etwas mysteriösen Umständen verließ, um sich neuen Herausforderungen zu stellen. Doherty gründete zunächst die Firma Lispy Snake, die an einer neuen Game Engine arbeitet. Seit Mitte 2020 tüftelt Doherty zudem an einer neuen Distribution namens Serpent OS.

Serpent OS

Die neue Distribution soll sich in Teilen an Clear Linux OS anlehnen, woran Doherty während seiner Zeit als Intel-Mitarbeiter entwickelt hat. Serpent OS wird laut Doherty kein massentaugliches Linux, sondern soll »ohne Rücksicht auf Verluste modern und zukunftsorientiert sein, wobei Kompatibilität zugunsten von Innovation an die zweite Stelle rückt«. Warum ich das so weit ausführe? Weil Strobl erklärt hat, dem Team von Serpent OS beizutreten. Ich hatte etwas in dieser Richtung bereits geahnt, da er in den letzten Monaten auffallend häufig in deren Matrix-Kanal zu sehen war.

Das Solus-Team hat sich mittlerweile ebenfalls zu Wort gemeldet und erklärt, dass das Projekt nach einigen personellen Anpassungen weitergeführt werden soll. Auch beruflich verändert sich Strobl gerade. Er tritt im Januar eine Stelle als Entwickler bei Futurice an.

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