Yocto Project

Yocto Project: Baukasten für Embedded Linux

Der Name Yocto rauscht ab und zu kurz durch den digitalen Blätterwald, aber wer nicht damit befasst ist, weiß oft nicht so recht, um was es dabei geht.

Linux-Distributionen für eingebettete Systeme

Das 2010 ins Leben gerufene Yocto-Projekt ist ein Open-Source-Projekt der Linux Foundation mit dem Ziel, Tools und Prozesse zu entwickeln, die die Erstellung von Linux-Distributionen für eingebettete und IoT-Systeme ermöglichen, die von der zugrunde liegenden Architektur der eingebetteten Hardware unabhängig sind. Ein anderes Tool mit ähnlicher Zielsetzung ist Buildroot. Yokto setzt auf das ebenfalls unter dem Schirm der Linux Foundation stehende OpenEmbedded, einem Framework für Build-Systeme, Bibliotheken und Paketformate. Waren in dieser Sparte früher proprietäre Betriebssysteme wie ThreadX, VxWorks, oder QNX führend, so nahm Linux mit fallenden Chip-Preisen in den letzten Jahren ordentlich Fahrt auf.

Meist versteckt

Mit Yocto ist es ähnlich wie mit Linux: Die meisten Menschen, die im Supermarkt vor einem Pfandautomaten oder an der Kasse stehen, wissen nicht, dass sie indirekt vielleicht gerade Linux nutzen. Die Liste der Firmen, Produkte und Projekte, die Yocto nutzen, ist lang. Dazu zählen etwa im Automotive-Bereich unter anderem Toyota, Mazda, Mercedes-Benz und Subaru. Gerade hat die BMW Group die Liste um einen prominenten Eintrag verlängert.

Zwölf Jahre – vier Releases

Kürzlich wurde Yocto 4.0 »Kirkstone« LTS veröffentlicht, das für zwei Jahre Unterstützung erfährt und eine eindrucksvolle Liste an Änderungen vorweisen kann. Dazu zählt unter anderem ein Sicherheitsmerkmal wie die Unterstützung SPDX-kompatibler von SBOMs (Software Bill of Materials). Als Kernel kommt 5.15 zum Einsatz. Die Reproduzierbarkeit wurde verbessert und der Netzwerkzugang standardmäßig an einigen Stellen deaktiviert. Bei den Architekturen werden ARM, MIPS, PowerPC und x86/x86-64 unterstützt.

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