
Die in WordPress integrierte Kommentarfunktion bietet lediglich grundlegende Funktionalität und ist nicht allzu gut lesbar, wenn eine News viele Kommentare und Antworten darauf erhält.
Deshalb habe ich über die letzten Wochen das Plugin wpDiscuz getestet und heute ausgerollt. Es erlaubt das Editieren von eigenen Kommentaren für 15 Minuten nach dem Absenden und bietet nach meiner Meinung eine bessere Übersicht und Lesbarkeit vor allem bei verschachtelten Kommentaren.
Derzeit sind 3/4 der erweiterten Funktionen noch ausgeschaltet, das meiste davon Social Media. Aber vom Rest werde ich ab und zu eine Funktion zum Testen anbieten. Was haltet ihr von wpDiscuz?

Wenn man das neue Kommentarsystem oberflächlich betrachten würde, wäre es eine Verbesserung. Die Benutzbarkeit hat aber insgesamt leider deutlich abgenommen (ich weiß, das müsste man eigentlich den Entwickler des Systems erklären, statt hier rumzumeckern).
Das Kommentarsystem hat eine komische Vorstellung von semantischem HTML:
Links werden durch span-Elemente, die mit JavaScript anklickbar gemacht werden, emuliert. Das ist schlicht Pfusch und verhindert deren Nutzung (ich klicke Links mit der mittleren Maustaste an).
Als Beispiel: https://linuxnews.de/2020/06/pinebook-pro-ein-user-bericht/ (interessant, wenn man einen Kommentar verfasst hat und dann die Seite nicht neu lädt, dann ist es ein Link, wenn man dann neu lädt, ist es ein span (Standard-Fall fürs Kommentar-Lesen))
Außerdem fände ich es zweckmäßig, wenn der gesamte Kommentar-Baum beim Laden ausgeklappt würde (zumindest optional), die ständig nötige Klickerei nervt sonst.
Solche Spielereien begegne ich eigentlich immer damit, dass ich JavaScript nicht aktiviere, aber in diesem Fall funktioniert dann nichts (erneut: Pfusch).
Ich habe jetzt mal die Antworten auf Kommentare automatisch ausgeklappt. Das Ganze befindet sich noch in der öffentlichen Testphase, nichts ist in Stein gemeißelt. Da es ja doch einiges an Kritik gab, werde ich auf der Testinstanz mal GraphComment testen. Da geht dann aber das Editieren von eigenen Kommentaren für 15 Minuten nicht mehr. Das hatten sich einige gewünscht.
Das Ausklappen bringt es, finde ich. Danke!
Das ist eine schwierige Abwägung. Editieren ist schon ein nettes Feature, ist eine der größten Macken der Kommentarfunktion von WordPress…
WP-eigene Kommentare sind eben, wie von anderen schon erwähnt, auch ohne JS sichtbar, d. h. Deine Website wäre auch ohne großes Sicherheitsrisiko komplett benutzbar.
Das Design kannst Du doch beliebig anpassen.
Jetzt komme ich weder mit einem Notebook (uMatrix) noch mit einem Smartphone (Brave) in die Kommentare rein.
Schluss, aus vorbei, wer solche Entscheidungen trifft, sollte ignoriert werden!
Ich bin dann mal weg…
Viel Besser. Danke!
sieht gut aus ,aber das alte war auch gut
Die Kommentare sind jetzt offenbar überhaupt nur mehr sichbar, wenn man Javascript aktiviert. Die Sache ist also broken by design.
Die Lesbarkeit hat sich auch nicht wesentlich verbessert. Das hat alles viel zu wenig Kontrast.
Die Möglichkeit, Kommentare zu bewerten, ist zudem vollkommen überflüssig und eigentlich nur dazu gut, sie zu missbrauchen.
Was darüber hinaus die Sache mit dem „Article Rating“ soll, erschließt sich mir auch nicht.
Das geht in keine gute Richting, denke ich. Fehlt eigentlich nur noch, dass in der Meta-Zeile unter den Artikelüberschriften angezeigt wird, wie lange man angeblich brauchen wird um einen Artikel zu lesen.
Man kann es nie allen recht machen. Das Editieren war nicht meine Idee, es wurde mehrfach angefragt.
Gegen die Möglichkeit, Kommentare eine Zeit lang editieren zu können, hatte ich allerdings gar nichts gesagt und habe dagegen auch nichts zu sagen.
Mein Hauptkritikpunkt ist, dass das hier ein weiterer Fall von „Warum einfach und leicht zugänglich, wenn’s auch verwickelter, mit mehr unnützen Funktionen und erhöhtem Ressourcenverbrauch geht?“ ist.
Ein Betreiber einer Website schließlich, der sich dazu entscheidet, die Anzeige von Textteilen (in dem Fall die Kommentare) zwingend von Javascript abhängig zu machen, stellt sich selbst ein Armutszeugnis aus. Es ist schlicht ein kompletter Verstoß gegen vernünftiges Webdesign, zudem einer, der leicht einzusehen ist.
Ich denke, das Grundproblem des Designs dieser Website liegt bereits in der Verwendung von WordPress. Meiner eigenen Erfahrung nach kann dabei generell nur sehr bedingt was Brauchbares rauskommen.
Dass die Wahl dieses Systems etwas mit Zeitnot bzw. damit, wie man halt seine Prioritäten setzt bzw. setzen muss, zu tun hat, kann ich mir schon denken. Die Kritik gilt trotzdem.
Klingt interessant… auch für meine Projekte.
Ich bin aber kleinlich, was die GDPR-Konformität anbelangt… und den Datenschutz an sich.
Dabei geht es mir nicht um mich selbst, sondern darum, meine eigenen Seiten so sauber, wie möglich zu gestalten, um keine Angriffsfläche zu bieten.
Was die Cookies anbelangt, habe ich schon beim Plugin nachgelesen. Wenn man die Lebensdauer auf 0 setzt, bleibt kein Keks beim Nutzer zurück.
Den Rest muss ich mir anschauen… wie gesagt, nur in Bezug darauf, das Plugin auch selbst zu nutzen.
Sieht GUT aus. Keine Kekse, Double-Opt-In, DSGVO-Feld mit Ankreuz-Kästchen (als Pflichtfeld) und keine Anfrage an 3rd party (reCaptcha muss man nicht nutzen und SN-Authentifizierung auch nicht).
Danke für den Tipp… ist auf jeden fall gefälliger und moderner.
Funktioniert
Es gab mal eine Software namens NB3. Die hatte eine prima Kommentarfunktion und man konnte auch Linux-Artikel damit schreiben. 🙂
Konnte man die auch auf dem Smartphone lesen? 😉
Hey, nichts gegen die beste CMS-Software der Welt… 😉
Cheers,
demon
Wenn man viel Zeit hat, ist sie WordPress ohne Frage überlegen.
Sieht gut aus. Nur das Feld “Kommentar absenden” sollte unter das Feld wo angegraut “Webseite” steht. plaziert werden. Das hängt mit meiner Laptop-Monitorauflösung von 1440×900 unter Linux Lite 5 auf dem Lenovo Z61p zusammen. Das Feld “Kommentar absenden” steht fast auf: ein Gravata-Bild. Nur als Anregung gedacht.
Das könnte schwierig werden. Ich frag mal bei den Entwicklern an, wenn ich Zeit habe (nächste Woche). Wenn ich’s vergesse, stups mich nochmal an.
Super Sache!
Besteht die Möglichkeit sich für die Seite zu registrieren (optional) oder schreibt man immer als “Gast”?
Das Anmelden kommt nächste Woche dran, diese Woche bin ich erstmal auf Radtour.
Alles klar!
Viele Spaß beim Radeln 😉
Erfüllt seinen Zweck und sieht gut aus – danke.
Wobei die alte Variante zwar nicht so gut aussah, aber auch ihren Zweck erfüllte.
Ganz andere Frage: Warum dauert der Aufruf dieses Blogs so lange, wenn ich das Lesezeichen anklicke?
Es hat sich noch keiner über die Ladegeschwindigkeit beschwert, kann ich also so pauschal leider nicht beantworten.
Sehr gut!
Ist mir zu scriptlastig.
Die Auswahl wird leider sehr klein, wenn das Editieren von eigenen Kommentaren gefragt ist.
Nö: https://wordpress.org/plugins/tags/edit-comments/
Bei mir kommt das aber aus anderen Gründen nicht zum Einsatz: ich müsste die IPs meiner Besucher speichern.
So oder so: Schade, dass man hier jetzt nicht mehr barrierefrei kommentieren kann.
edit-comments hatte ich angeschaut, das wäre dann ein zusätzliches Plugin. Was meins du genau mit barrierefrei in dem Zusammenhang?
Discuz ist auch ein zusätzliches Plugin.
Barrierefrei = von Menschen, die Lynx o.vglb. benutzen (Sehbehinderte), noch nutzbar.
Das muss ich nächste Woche überprüfen, wenn ich wieder zu Hause bin.
Zu dem Ersatz für die Standard-Kommentarfunktion hätte ich dann aber auch noch edit-comments zusätzlich gebraucht.
Auf den ersten Blick sieht die Kommentarsektion schon übersichtlicher aus.
Sehr gut!
Bei meinem letzten Kommentar hatte ich die Funktion: Antworten auf einen Kommentar vermisst. Nun ist die Funktion da.
Und eine Formatierungshilfe ist nun auch an Bord. Ging vorher bestimmt per Code, so ist es aber einfacher. Danke
Die neuen Funktionen gefallen mir. 🙂
Danke für die Info. 🙂