Der Mozilla Location Service (MLS) wurde 2013 eingeführt. MLS ist ein offener Geolocation-Dienst, mit dem Geräte ihren Standort auf der Grundlage von Netzinfrastrukturen wie Bluetooth-Beacons, Mobilfunkmasten und WLAN-Zugangspunkten bestimmen können. Dieser netzbasierte Standortdienst ergänzt satellitengestützte Navigationssysteme wie A-GPS. Der Dienst wurde bis jetzt von vielen Open-Source-Projekten genutzt.
Community sammelt Daten
Der Dienst stützt sich auf eine Gemeinschaft von Mitwirkenden, die von Einzelpersonen, die Daten sammeln, über Entwickler, die den Dienst nutzen und weiterentwickeln, bis hin zu Unternehmen reicht, die Informationen über ihre Infrastruktur austauschen. Gesammelt wurden die Daten hauptsächlich über die Android-App MozStumbler. Ab Firefox 35 für Android war auch dort eine entsprechende Funktion integriert. Patentansprüche des Unternehmens Skyhook Holdings, Inc aus dem Jahr 2019 machten es zunehmend schwierig, den Dienst aufrechtzuerhalten, sodass er jetzt eingestellt wird. MozStumbler musste bereits 2021 eingestellt werden, um die Patentstreitigkeiten beizulegen.
Quellcode weiterhin verfügbar
Mozilla wird MLS nach einem Zeitplan mit fünf Punkten vom 13. März 2024 bis 31. Juli 2024 für externe Nutzer einstellen. Danach wird das Projekt nur noch für Mozillas interne Dienste genutzt. Der Quellcode wird weiterhin unter der Apache-Lizenz 2.0 verfügbar sein. Es gibt Überlegungen von diversen Projekten, den Dienst unter einer Gerichtsbarkeit weiterzuführen, die sich nicht um Patente schert. Die GrapheneOS Foundation plant einen solchen Dienst bereits seit Längerem.

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